Targeting ist die Festlegung, wem Anzeigen gezeigt werden, nach Merkmalen wie Ort, Zeit, Interessen oder früherem Verhalten. In der Suche kommt es zur Begriffsauswahl hinzu; in anderen Kanälen ersetzt es sie.
- Targeting
Die Festlegung, wem Anzeigen gezeigt werden, nach Merkmalen wie Ort, Zeit, Interessen oder früherem Verhalten.
Beispiel: „Das Targeting beschränkte die Ausspielung auf Hamburg und die Werktage.“Unterschieden wird zwischen Ausrichtung auf Inhalte, etwa Begriffe und Themen, und Ausrichtung auf Personen, etwa Zielgruppen und Listen.
Jede Ausrichtung lässt sich auch als Ausschluss führen: Gebiete, Zielgruppen und Zeiten können gezielt ausgenommen werden.
Die übrigen Arten der Ausrichtung: nach Person Behavioral Targeting, Interest Targeting und Demographic Targeting; nach Ort Geotargeting und Radius-Targeting; nach Umfeld Themen-Targeting und Placement-Targeting; nach Technik Device Targeting und Language Targeting.
Welche Arten von Targeting es gibt
Vier Gruppen. Örtlich und zeitlich, also wo und wann ausgespielt wird. Nach Merkmalen der Person, etwa Alter, Interessen oder Lebenslage, soweit die Plattform das anbietet. Nach früherem Verhalten, also Besuchern der eigenen Website oder Kundenlisten. Und nach Umfeld, also auf welchen Seiten oder zu welchen Themen Anzeigen erscheinen.
In Suchkampagnen wirken diese Gruppen meist als Einschränkung oder als Gebotsanpassung; die Hauptauswahl bleibt der Begriff. In Display- und Videokampagnen tragen sie die Auswahl allein.
Wie Targeting-Einstellungen zusammenwirken
Multiplikativ, und das wird regelmäßig unterschätzt. Wer Ort, Alter, Interessen und Tageszeit zugleich einschränkt, bleibt schnell bei einer Gruppe, die zu klein ist, als dass eine Kampagne daraus lernen könnte.
Deshalb gilt die Reihenfolge: zuerst grob ausrichten und messen, dann einschränken, wo die Daten es rechtfertigen. Einschränkungen aus dem Bauch heraus kosten Reichweite ohne erkennbaren Gewinn.
Wo Targeting an Grenzen stößt
Bei den Daten und beim Recht. Merkmale wie Alter oder Interessen sind geschätzt und nicht erhoben; ein Teil der Zuordnungen ist schlicht falsch. Und Ausrichtung auf besondere Kategorien wie Gesundheit, Religion oder politische Haltung ist untersagt.
Dazu kommt die Einwilligung: Ausrichtung auf frühere Besucher setzt voraus, dass deren Daten zulässig erhoben wurden. Wo die Einwilligung fehlt, schrumpfen die Listen, und das ist der Normalfall seit den Consent-Bannern.