Zum Inhalt springen

Interest Targeting

oder auch Interessenbasiertes Targeting

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026
(aktualisiert 27.10.2026)

Interest Targeting ist die Ausrichtung von Anzeigen nach Interessen, die die Plattform einer Person zuschreibt. Die Zuordnung beruht auf dem beobachteten Verhalten und auf Angaben im Konto und ist eine Schätzung.

Interest Targeting

Die Ausrichtung von Anzeigen nach Interessen, die die Plattform einer Person zuschreibt.
Beispiel: „Das Interest Targeting sprach Menschen mit Interesse an Unternehmensgründung an.“

Auch: interessenbasiertes Targeting. Unterschieden wird zwischen dauerhaften Interessen und kurzfristigen Kaufabsichten, die nur wenige Tage gelten.

Abgrenzung zum Themen-Targeting: Das richtet sich nach dem Inhalt der Seite, auf der die Anzeige erscheint, und nicht nach der Person davor.

Die übrigen Arten der Ausrichtung: nach Person Behavioral Targeting und Demographic Targeting; nach Ort Geotargeting und Radius-Targeting; nach Umfeld Themen-Targeting und Placement-Targeting; nach Technik Device Targeting und Language Targeting. Das Dach darüber ist Targeting.

Woher die Zuordnung beim Interest Targeting stammt

Aus dem Verhalten innerhalb der Plattform und ihres Netzwerks: gesuchte Begriffe, angesehene Videos, besuchte Seiten mit Werbeeinbindung, verwendete Apps. Daraus leitet das System ab, wofür sich jemand interessiert.

Jeder kann die eigenen zugeschriebenen Interessen in den Werbeeinstellungen seines Kontos ansehen. Dieser Blick ist lehrreich: Die Zuordnung liegt regelmäßig daneben.

Wie verlässlich Interest Targeting ist

Mäßig bei dauerhaften Interessen, besser bei kurzfristigen Kaufabsichten. Wer gerade nach einem Produkt sucht, hinterlässt deutliche Spuren; wofür sich jemand allgemein interessiert, ist schwerer zu erkennen.

Für die Planung heißt das: Die Gruppen taugen zur Eingrenzung und nicht zur Auswahl. Eine Kampagne allein auf zugeschriebene Interessen gestellt, erreicht viele Falsche.

Wofür Interest Targeting taugt

Für Bekanntheit in einem Umfeld und als Zusatzbedingung. In Kombination mit Ort, Alter oder einer eigenen Liste schärft es die Ausspielung, ohne die Reichweite zu zerstören.

In Suchkampagnen ist es die zweite Geige: Dort steht die Absicht im Suchfeld, und die ist jeder Zuschreibung überlegen.

Siehe auch:

Behavioral Targeting

Die Ausrichtung von Anzeigen nach dem früheren Verhalten einer Person im Netz.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Demographic Targeting

Die Ausrichtung von Anzeigen nach Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Elternschaft oder Einkommensgruppe.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Radius-Targeting

Die örtliche Ausrichtung auf einen Umkreis um einen Punkt statt auf Verwaltungsgrenzen.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Targeting

Die Festlegung, wem Anzeigen gezeigt werden, nach Merkmalen wie Ort, Zeit, Interessen oder früherem Verhalten.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Themen-Targeting

Die Ausrichtung von Anzeigen auf Seiten, die sich mit einem bestimmten Thema befassen.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Google Display Network (GDN)

Das Netzwerk aus Websites, Apps und Google-Diensten, auf denen Bild- und Textanzeigen erscheinen.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)