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Retargeting

oder auch Remarketing

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026
(aktualisiert 27.10.2026)

Retargeting ist das erneute Ansprechen von Menschen, die bereits auf der eigenen Website waren. Dafür werden Besucher in Listen gesammelt und auf anderen Flächen wiedererkannt, um ihnen dort Anzeigen zu zeigen.

Retargeting

Das erneute Ansprechen von Menschen, die bereits auf der eigenen Website waren.
Beispiel: „Das Retargeting zeigte die Anzeige nur denen, die das Formular geöffnet und nicht abgeschickt hatten.“

Auch: Remarketing. Google spricht von Remarketing, die übrige Branche eher von Retargeting; gemeint ist dasselbe.

Die Listen entstehen über ein Messskript auf der Website und lassen sich nach besuchten Seiten, Verweildauer und ausgelösten Ereignissen schneiden.

Vier Stationen nebeneinander: erster Besuch ohne Abschluss, Aufnahme in die Liste, Anzeige auf anderen Seiten, Rückkehr auf die Website; ein gestrichelter Rückweg verbindet die letzte Station mit der ersten.
Die Schleife ist der Unterschied zur übrigen Werbung.

Wie Retargeting aufgebaut wird

In Stufen nach Nähe zur Entscheidung. Wer nur die Startseite gesehen hat, bekommt etwas anderes als jemand, der im Angebotsformular war. Je näher an der Entscheidung, desto konkreter die Anzeige und desto höher das Gebot.

Dazu gehört die Begrenzung der Dauer. Eine Liste, die Besucher ein Jahr lang führt, spricht Menschen an, die ihr Anliegen längst erledigt haben; für die meisten Angebote sind wenige Wochen die sinnvolle Spanne.

Was Retargeting voraussetzt

Eine Einwilligung und eine Mindestgröße. Ohne Zustimmung zur Verarbeitung dürfen Besucher nicht in Werbelisten aufgenommen werden; was die Einwilligungsabfrage ablehnt, fehlt in der Liste.

Dazu kommen Mindestgrößen der Plattformen, unterhalb derer eine Liste nicht ausgespielt wird. Für kleine Websites heißt das: Erst Reichweite, dann Retargeting.

Wo beim Retargeting die Grenze liegt

Bei der Häufigkeit. Dieselbe Anzeige über Wochen hinweg mehrfach täglich schadet der Marke mehr, als der zusätzliche Kontakt bringt; eine Begrenzung der Einblendungen je Person gehört deshalb in jede Kampagne.

Die zweite Grenze ist inhaltlich. Produkte, die jemand bereits gekauft hat, und Themen, die als heikel gelten, gehören ausgeschlossen; dafür sind die Ausschlusslisten da.

Siehe auch:

Custom Audience

Eine selbst zusammengestellte Zielgruppe aus eigenen Daten oder eigenen Merkmalen.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Zielgruppenausschluss

Das gezielte Ausnehmen bestimmter Gruppen von der Ausspielung einer Anzeige.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Google Display Network (GDN)

Das Netzwerk aus Websites, Apps und Google-Diensten, auf denen Bild- und Textanzeigen erscheinen.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Targeting

Die Festlegung, wem Anzeigen gezeigt werden, nach Merkmalen wie Ort, Zeit, Interessen oder früherem Verhalten.

#Suchmaschinenmarketing (SEM)

Landingpage

Seite, die Besucher aus einer bestimmten Quelle aufnimmt und auf eine einzelne Handlung hinführt.

#Website-Struktur #Suchmaschinenmarketing (SEM)