Retargeting ist das erneute Ansprechen von Menschen, die bereits auf der eigenen Website waren. Dafür werden Besucher in Listen gesammelt und auf anderen Flächen wiedererkannt, um ihnen dort Anzeigen zu zeigen.
- Retargeting
Das erneute Ansprechen von Menschen, die bereits auf der eigenen Website waren.
Beispiel: „Das Retargeting zeigte die Anzeige nur denen, die das Formular geöffnet und nicht abgeschickt hatten.“Auch: Remarketing. Google spricht von Remarketing, die übrige Branche eher von Retargeting; gemeint ist dasselbe.
Die Listen entstehen über ein Messskript auf der Website und lassen sich nach besuchten Seiten, Verweildauer und ausgelösten Ereignissen schneiden.
Wie Retargeting aufgebaut wird
In Stufen nach Nähe zur Entscheidung. Wer nur die Startseite gesehen hat, bekommt etwas anderes als jemand, der im Angebotsformular war. Je näher an der Entscheidung, desto konkreter die Anzeige und desto höher das Gebot.
Dazu gehört die Begrenzung der Dauer. Eine Liste, die Besucher ein Jahr lang führt, spricht Menschen an, die ihr Anliegen längst erledigt haben; für die meisten Angebote sind wenige Wochen die sinnvolle Spanne.
Was Retargeting voraussetzt
Eine Einwilligung und eine Mindestgröße. Ohne Zustimmung zur Verarbeitung dürfen Besucher nicht in Werbelisten aufgenommen werden; was die Einwilligungsabfrage ablehnt, fehlt in der Liste.
Dazu kommen Mindestgrößen der Plattformen, unterhalb derer eine Liste nicht ausgespielt wird. Für kleine Websites heißt das: Erst Reichweite, dann Retargeting.
Wo beim Retargeting die Grenze liegt
Bei der Häufigkeit. Dieselbe Anzeige über Wochen hinweg mehrfach täglich schadet der Marke mehr, als der zusätzliche Kontakt bringt; eine Begrenzung der Einblendungen je Person gehört deshalb in jede Kampagne.
Die zweite Grenze ist inhaltlich. Produkte, die jemand bereits gekauft hat, und Themen, die als heikel gelten, gehören ausgeschlossen; dafür sind die Ausschlusslisten da.