Eine Post-View-Conversion ist eine Conversion, die jemandem zugerechnet wird, der eine Anzeige gesehen, aber nicht angeklickt hat. Die Zuordnung erfolgt, wenn innerhalb eines Zeitfensters ein Abschluss auf anderem Weg stattfindet.
- Post-View-Conversion
Eine Conversion, die jemandem zugerechnet wird, der eine Anzeige gesehen, aber nicht angeklickt hat.
Beispiel: „Die Post-View-Conversions machten den Großteil der ausgewiesenen Erfolge der Displaykampagne aus.“Auch: View-Through Conversion. Das Zeitfenster beträgt je nach Plattform und Einstellung einen Tag bis mehrere Wochen.
Google weist sie in einer eigenen Spalte aus und rechnet sie standardmäßig nicht in die Hauptspalte ein.
Die übrigen Stücke der Messung: was gezählt wird Conversion-Aktion und Conversion-Wert; wie zugeordnet wird Datengetriebene Attribution; wie Lücken geschlossen werden Erweiterte Conversions, Offline Conversion Tracking und Offline-Conversion-Import.
Warum Post-View-Conversions mit Vorsicht zu lesen sind
Weil die Ursache offenbleibt. Wer eine Anzeige gesehen und später gekauft hat, hätte vielleicht ohnehin gekauft; die Anzeige war dann Zeuge und nicht Anlass.
Besonders deutlich wird das bei Kampagnen mit großer Reichweite: Je mehr Menschen eine Anzeige sehen, desto mehr spätere Abschlüsse lassen sich ihr zurechnen, ganz ohne Wirkung.
Wann Post-View-Conversions trotzdem etwas aussagen
Bei Formaten, bei denen ein Klick unüblich ist, und bei Wiederansprache. Wer ein Video bis zum Ende ansieht und zwei Tage später über die Marke sucht, hat wahrscheinlich einen Zusammenhang hergestellt.
Belastbar wird das erst im Vergleich. Zwei Zeiträume mit und ohne Kampagne, oder eine Aufteilung der Zielgruppe, zeigen den Unterschied; die zugerechnete Zahl allein zeigt ihn nicht.
Wie man mit Post-View-Conversions in Berichten umgeht
Getrennt ausweisen und benennen. Eine Zahl, die Ansichten und Klicks zusammenwirft, ist in der Diskussion mit einem Kunden nicht zu halten, sobald jemand nachfragt.
Unsere Linie: Hauptspalte nur mit Klick-Conversions, Ansichten daneben und mit einem Satz zur Einordnung. Das ist unbequemer und hält der Prüfung stand.