Video Ads sind Werbevideos, die vor, während oder neben anderen Videos ausgespielt werden. Der größte Teil läuft auf YouTube, dazu kommen Partnerseiten und Apps im Netzwerk von Google.
- Video Ads
Werbevideos, die vor, während oder neben anderen Videos ausgespielt werden.
Beispiel: „Die Video Ads liefen überspringbar vor Erklärvideos derselben Branche.“Die gebräuchlichsten Formate sind überspringbare Anzeigen vor dem Video, nicht überspringbare bis 15 Sekunden, kurze Einblendungen von sechs Sekunden und Anzeigen im Feed.
Abgerechnet wird je nach Format nach Ansicht ab einer bestimmten Dauer, je tausend Einblendungen oder nach Conversion.
Welche Formate bei Video Ads wofür taugen
Überspringbare Anzeigen für Erklärung und Angebot, weil sie Zeit lassen und nur bei tatsächlicher Ansicht kosten. Kurze, nicht überspringbare Einblendungen für Wiedererkennung einer bereits bekannten Marke. Anzeigen im Feed für Interesse, das sich aus dem Umfeld ergibt.
Die Wahl folgt dem Ziel und nicht dem vorhandenen Material. Ein vorhandener Imagefilm ist selten eine gute Anzeige, weil er für eine andere Situation gedreht wurde.
Was bei Video Ads die ersten Sekunden entscheiden
Alles. Wer überspringen kann, entscheidet in der Zeit bis zum Knopf, und in dieser Zeit muss klar sein, worum es geht und wen es betrifft. Eine Ansprache der Zielgruppe im ersten Satz wirkt stärker als jede Dramaturgie.
Dazu kommt die Tonfrage: Ein erheblicher Teil der Ansichten läuft ohne Ton. Was ohne Ton unverständlich ist, erreicht diese Zuschauer nicht; Untertitel oder Texteinblendungen lösen das.
Was Video Ads in der Messung schwierig macht
Der Abstand zwischen Ansicht und Handlung. Wer ein Video sieht, sucht später und kommt über einen anderen Weg; die Wirkung taucht dann in der Markensuche auf und nicht in der Videokampagne.
Deshalb werden Videokampagnen besser über Veränderungen im Gesamtbild beurteilt: Markensuchen, direkte Zugriffe, Anfragen insgesamt. Die zugeordneten Conversions der Plattform allein führen in die Irre, in beide Richtungen.