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T-förmiges Kompetenzprofil

oder auch T-Profil, T-Shaped, T-Shaped Skill Profile

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 30.10.2026

Ein T-förmiges Kompetenzprofil verbindet den Überblick über mehrere Felder mit echter Tiefe in einem davon. Der Querbalken des T ist die Breite, die Säule darunter die Tiefe. Es ist die bekannteste der acht Formen und in Stellenanzeigen die am häufigsten genannte.

T-förmiges Kompetenzprofil

Überblick über mehrere Felder, dazu echte Tiefe in einem davon.
Beispiel: „Für die Rolle passt ein T-förmiges Kompetenzprofil mit Tiefe im Frontend.“

Auch: T-Profil, T-Shaped. Verbreitet hat den Begriff David Guest 1991; populär wurde er durch Tim Brown von IDEO.

Abgrenzung zum Pi-förmigen Kompetenzprofil: Dort stehen zwei Säulen unter dem Balken statt einer.

Der Buchstabe T in fetter blauer Schrift. Darüber ein Pfeil über die ganze Breite des Zeichens für die Breite, links daneben ein Pfeil über die ganze Höhe für die Tiefe.
Die Breite trägt über alle Felder, die Tiefe steht in einem davon.

Profil

Breite

Tiefe

Wofür es passt

I-förmig

keine

ein Feld

tiefe Fachaufgaben in einem Gebiet

Dash-förmig

breit

keine

Überblick, Koordination, erste Einschätzung

T-förmig

breit

ein Feld

Mitarbeit in Teams, die sich abstimmen müssen

Pi-förmig

breit

zwei Felder

Brücke zwischen zwei Disziplinen

M-förmig

breit

drei und mehr Felder

kleine Teams, in denen jeder mehrere Rollen trägt

V-förmig

angrenzende Felder

ein Feld, weicher Übergang

Weg aus der Tiefe in die Breite

X-förmig

breit

ein Feld, dazu Führung

Leitung über mehrere Disziplinen

E-förmig

Erfahrung und Neugier

ein Feld

Rollen, in denen die Umsetzung den Ausschlag gibt

Was das T-förmige Kompetenzprofil beschreibt

Eine Person, die ihr eigenes Feld beherrscht und die Nachbarfelder so weit kennt, dass sie deren Folgen abschätzen kann. Eine Entwicklerin mit dieser Form weiß, warum eine Gestaltungsentscheidung die Ladezeit kostet, und eine Designerin, warum eine Animation im Browser ruckelt.

Beides gehört zusammen. Ohne Tiefe fehlt der Beitrag, ohne Breite die Anschlussfähigkeit, und erst der Querbalken macht aus Fachleuten ein Team, das sich nicht ständig missversteht.

Warum Agenturen das T-förmige Kompetenzprofil nennen

Weil Projekte an den Übergängen scheitern. Zwischen Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Redaktion liegen die meisten Verluste, und jede Person, die zwei dieser Stationen versteht, nimmt einen Übergang aus der Rechnung.

Dazu kommt die Besetzung kleiner Teams. In einem Projekt mit vier Leuten lässt sich keine Rolle vorhalten, die nur übersetzt. Wer selbst liefert und nebenbei übersetzt, löst das.

Was das T-förmige Kompetenzprofil verlangt

Pflege auf beiden Achsen. Die Tiefe verlangt Arbeit an denselben Fragen, die Breite verlangt Neugier auf Felder, in denen man nicht brilliert. Beides zugleich kostet Zeit, und deshalb bleibt das T bei vielen eine Absicht.

In Gesprächen lohnt die Nachfrage an der Breite. „Welche Entscheidung im Nachbarfeld hat dir zuletzt Arbeit gemacht?“ zeigt in zwei Minuten, ob der Querbalken existiert oder nur im Lebenslauf steht.

Siehe auch:

Kompetenzprofil in der Personalentwicklung

Ein Bild davon, wie breit und wie tief die Fähigkeiten einer Person verteilt sind.

#Rollen & Berufsbilder

I-förmiges Kompetenzprofil

Tiefe in einem Feld, ohne Überblick über die Nachbarfelder.

#Rollen & Berufsbilder

Pi-förmiges Kompetenzprofil

Überblick über mehrere Felder, dazu Tiefe in zwei davon.

#Rollen & Berufsbilder

Dash-förmiges Kompetenzprofil

Überblick über viele Felder, ohne eigene Tiefe in einem davon.

#Rollen & Berufsbilder

V-förmiges Kompetenzprofil

Tiefe in einem Feld mit weichem Übergang in die Breite daneben.

#Rollen & Berufsbilder

X-förmiges Kompetenzprofil

Breite und Tiefe wie beim T, dazu die Fähigkeit, andere wirksam zu machen.

#Rollen & Berufsbilder