Ein T-förmiges Kompetenzprofil verbindet den Überblick über mehrere Felder mit echter Tiefe in einem davon. Der Querbalken des T ist die Breite, die Säule darunter die Tiefe. Es ist die bekannteste der acht Formen und in Stellenanzeigen die am häufigsten genannte.
- T-förmiges Kompetenzprofil
Überblick über mehrere Felder, dazu echte Tiefe in einem davon.
Beispiel: „Für die Rolle passt ein T-förmiges Kompetenzprofil mit Tiefe im Frontend.“Auch: T-Profil, T-Shaped. Verbreitet hat den Begriff David Guest 1991; populär wurde er durch Tim Brown von IDEO.
Abgrenzung zum Pi-förmigen Kompetenzprofil: Dort stehen zwei Säulen unter dem Balken statt einer.
Profil | Breite | Tiefe | Wofür es passt |
|---|---|---|---|
keine | ein Feld | tiefe Fachaufgaben in einem Gebiet | |
breit | keine | Überblick, Koordination, erste Einschätzung | |
T-förmig | breit | ein Feld | Mitarbeit in Teams, die sich abstimmen müssen |
breit | zwei Felder | Brücke zwischen zwei Disziplinen | |
breit | drei und mehr Felder | kleine Teams, in denen jeder mehrere Rollen trägt | |
angrenzende Felder | ein Feld, weicher Übergang | Weg aus der Tiefe in die Breite | |
breit | ein Feld, dazu Führung | Leitung über mehrere Disziplinen | |
Erfahrung und Neugier | ein Feld | Rollen, in denen die Umsetzung den Ausschlag gibt |
Was das T-förmige Kompetenzprofil beschreibt
Eine Person, die ihr eigenes Feld beherrscht und die Nachbarfelder so weit kennt, dass sie deren Folgen abschätzen kann. Eine Entwicklerin mit dieser Form weiß, warum eine Gestaltungsentscheidung die Ladezeit kostet, und eine Designerin, warum eine Animation im Browser ruckelt.
Beides gehört zusammen. Ohne Tiefe fehlt der Beitrag, ohne Breite die Anschlussfähigkeit, und erst der Querbalken macht aus Fachleuten ein Team, das sich nicht ständig missversteht.
Warum Agenturen das T-förmige Kompetenzprofil nennen
Weil Projekte an den Übergängen scheitern. Zwischen Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Redaktion liegen die meisten Verluste, und jede Person, die zwei dieser Stationen versteht, nimmt einen Übergang aus der Rechnung.
Dazu kommt die Besetzung kleiner Teams. In einem Projekt mit vier Leuten lässt sich keine Rolle vorhalten, die nur übersetzt. Wer selbst liefert und nebenbei übersetzt, löst das.
Was das T-förmige Kompetenzprofil verlangt
Pflege auf beiden Achsen. Die Tiefe verlangt Arbeit an denselben Fragen, die Breite verlangt Neugier auf Felder, in denen man nicht brilliert. Beides zugleich kostet Zeit, und deshalb bleibt das T bei vielen eine Absicht.
In Gesprächen lohnt die Nachfrage an der Breite. „Welche Entscheidung im Nachbarfeld hat dir zuletzt Arbeit gemacht?“ zeigt in zwei Minuten, ob der Querbalken existiert oder nur im Lebenslauf steht.