E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, auf Deutsch Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Die vier Begriffe stammen aus den Richtlinien, nach denen von Google beauftragte Prüfer die Qualität von Suchergebnissen bewerten.
- E-E-A-T
Das Begriffspaar aus Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität und Vertrauenswürdigkeit in Googles Bewertungsrichtlinien.
Beispiel: „Für die E-E-A-T-Bewertung fehlte der Ratgeberseite jeder Hinweis darauf, wer den Text geschrieben hat.“Das erste E ist 2022 dazugekommen; vorher hieß es E-A-T. Gemeint ist die eigene Erfahrung mit der Sache, also ob jemand das Produkt wirklich benutzt oder den Ort besucht hat.
Von den vieren ist Vertrauenswürdigkeit der Kern. Die Richtlinien nennen die anderen drei ausdrücklich als Stützen dafür.
Was E-E-A-T nicht ist
Kein Rankingfaktor. Es gibt keine Zahl, kein Feld und keinen Messwert dafür; die Begriffe stehen in einem Handbuch für menschliche Prüfer, deren Urteile in die Entwicklung der Bewertungssysteme einfließen und nicht in die Bewertung einzelner Seiten. Wer ein Werkzeug anbietet, das „den E-E-A-T-Score misst“, misst etwas Selbstausgedachtes.
Trotzdem ist der Begriff brauchbar, und zwar als Beschreibung dessen, worauf die Prüfung achtet. Er sagt, was eine gute Seite ausmacht, und er sagt es in einer Sprache, die sich in einem Projekt besprechen lässt.
Wo E-E-A-T besonders zählt
Bei Themen, die Gesundheit, Geld, Sicherheit oder wichtige Lebensentscheidungen betreffen. Die Richtlinien führen sie unter der Abkürzung YMYL, für Your Money or Your Life, und legen dort den strengsten Maßstab an. Ein Ratgeber zu Medikamenten wird anders geprüft als eine Seite über Zimmerpflanzen.
Für die meisten Websites aus dem Mittelstand liegt die Lage dazwischen. Eine Handwerksseite ist kein YMYL-Fall, profitiert aber von denselben Mitteln: nachvollziehbare Urheberschaft, belegte Angaben und eine Firma, die greifbar ist.
Woran man bei E-E-A-T praktisch arbeitet
An vier Stellen, und keine davon ist eine Einstellung. Erstens der Autor: Wer hat den Text geschrieben, und was qualifiziert diese Person? Zweitens der Beleg: Zahlen mit Quelle, Aussagen mit Datum. Drittens die eigene Erfahrung: ein Projektbeispiel, ein Foto, eine Beobachtung, die nur haben kann, wer dabei war. Viertens die Firma: Impressum, Anschrift, Ansprechpartner, Bewertungen.
Die dritte Stelle ist die, an der sich Texte heute unterscheiden. Allgemeinwissen steht überall; was jemand in einem konkreten Fall erlebt hat, steht nur bei ihm.