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DNS (Domain Name System)

oder auch Domain Name System

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 03.11.2026

Das DNS (Domain Name System) ist das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt. Ohne dieses Verzeichnis müsste jeder die Zahlenfolge kennen, unter der ein Server erreichbar ist.

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.
Beispiel: „Das DNS lieferte für die Domain eine Adresse, und erst danach begann der Aufruf der Website.“

Auf Deutsch Domain-Namen-System. Entstanden 1983, verteilt auf Millionen Server und aufgebaut wie ein Baum: Die Wurzel kennt die Endungen, diese kennen die Domains, und deren Nameserver kennen die einzelnen Einträge.

Abgrenzung zum Webhosting: Dieses liefert die Seiten aus. Das DNS sagt allein, wo sie liegen; beides lässt sich bei verschiedenen Anbietern führen.

Wie eine DNS-Abfrage von Hand aussieht

Zwei Zeilen auf der Kommandozeile zeigen, was ein Resolver zurückgibt: erst die Adresse hinter dem Namen, dann die Mailserver derselben Domain.

$ dig www.example.de +short
203.0.113.10

$ dig example.de MX +short
10 mail1.anbieter.de.
20 mail2.anbieter.de.

Wie eine DNS-Abfrage abläuft

In vier Schritten. Der Rechner fragt seinen Resolver, dieser die Wurzel nach der Endung, die Endung nach dem zuständigen Nameserver und diesen nach dem Eintrag; die Antwort geht zurück und wird für eine Weile gespeichert.

Jeder dieser Schritte kostet Zeit, meist wenige Millisekunden. Deshalb liegt vor jedem Schritt ein Zwischenspeicher, siehe DNS Cache.

Warum Änderungen im DNS Zeit brauchen

Wegen derselben Zwischenspeicher. Eine geänderte Adresse wird von allen übernommen, deren gespeicherte Antwort abgelaufen ist; bis dahin sehen manche Besucher den alten Server und andere den neuen.

Steuern lässt sich das über die Gültigkeitsdauer je Eintrag. Wer eine Änderung plant, senkt sie vorher, siehe TTL.

Was im DNS alles steht

Mehr als Adressen. Neben dem Verweis auf den Webserver stehen dort der Mailserver, Textnachweise für Mailabsicherung und Diensteigentum, Verweise auf andere Namen und Angaben darüber, wer ein Zertifikat ausstellen darf.

Damit ist das DNS der Ort, an dem die meisten Störungen beginnen und enden: Ein falscher Eintrag nimmt eine Website vom Netz, ein fehlender lässt E-Mails verschwinden.

Siehe auch:

Nameserver

Ein Server, der die Einträge einer Domain kennt und auf Anfragen dazu antwortet.

#DNS & Nameserver

DNS-Resolver

Der Dienst, der im Auftrag eines Rechners die Antwort auf eine DNS-Frage besorgt.

#DNS & Nameserver

DNS Query

Die einzelne Frage an das Namenssystem, etwa nach der Adresse zu einem Namen.

#DNS & Nameserver

IP-Adresse

Die Nummer, unter der ein Gerät im Netz erreichbar ist.

#DNS & Nameserver

A-Record

Der DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet.

#DNS & Nameserver

TTL (Time to Live)

Die Dauer, für die eine DNS-Antwort zwischengespeichert werden darf.

#DNS & Nameserver