Ein A-Record ist der Eintrag im Domain Name System, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet. Er beantwortet die erste Frage, die ein Browser stellt: An welchen Rechner soll die Anfrage gehen? Das A steht für Address.
- A-Record
Der DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet.
Beispiel: „Der A-Record der Domain zeigt auf 203.0.113.10, also auf den neuen Server.“Auch: Address Record, A-Eintrag. Das Gegenstück für IPv6 heißt AAAA-Record und steht meist daneben.
Abgrenzung zum CNAME: Ein A-Record nennt eine Adresse, ein CNAME nennt einen anderen Namen, der dann seinerseits aufgelöst wird.
Woraus ein A-Record besteht
Aus drei Angaben: dem Namen, also der Domain oder Unterdomain, der Zieladresse und der Gültigkeitsdauer. Die Dauer heißt TTL und sagt, wie lange andere Server die Antwort zwischenspeichern dürfen.
Mehrere A-Records für denselben Namen sind erlaubt. Die anfragende Seite bekommt dann alle Adressen und verteilt die Anfragen darauf, was die einfachste Form von Lastverteilung ist.
Warum ein Umzug über den A-Record Zeit braucht
Wegen der TTL. Wer sie auf einen Tag gesetzt hat, muss damit rechnen, dass Besucher noch einen Tag lang beim alten Server landen, nachdem der Eintrag längst geändert ist. In dieser Zeit sind beide Server erreichbar, und welchen jemand sieht, hängt davon ab, wann sein Anbieter zuletzt gefragt hat.
Deshalb gehört zu jedem geplanten Umzug, die TTL einige Tage vorher herunterzusetzen, etwa auf fünf Minuten, und sie danach wieder anzuheben. Wer das vergisst, liefert einen Tag lang zwei Stände aus.
Wann der A-Record die falsche Wahl ist
Wenn das Ziel keine feste Adresse hat. Dienste, die über viele Standorte ausliefern, wechseln ihre Adressen laufend; dort gehört ein CNAME hin, damit die Änderung beim Anbieter genügt.
Für die Domain ohne Vorsilbe geht das allerdings nicht, weil dort neben der Adresse noch andere Einträge stehen müssen. Anbieter lösen das mit eigenen Spielarten, die unter Namen wie ALIAS oder ANAME laufen.