Ein DNS-Resolver ist der Dienst, der im Auftrag eines Rechners die Antwort auf eine DNS-Frage besorgt. Er fragt sich durch die Kette von der Wurzel bis zum zuständigen Nameserver und gibt das Ergebnis zurück.
- DNS-Resolver
Der Dienst, der im Auftrag eines Rechners die Antwort auf eine DNS-Frage besorgt.
Beispiel: „Der DNS-Resolver des Anbieters lieferte eine veraltete Adresse, weil seine gespeicherte Antwort noch galt.“Auch rekursiver Server, weil er die Kette selbst abarbeitet. Eingestellt wird er am Router, im Betriebssystem oder im Browser; ohne eigene Angabe nimmt das Gerät den des Anbieters.
Abgrenzung zum Nameserver: Dieser antwortet mit den Einträgen, die er hält. Der Resolver hält nichts, er fragt und merkt sich die Antwort.
Was ein DNS-Resolver tut
Drei Dinge. Er nimmt die Frage entgegen, arbeitet die Kette ab und speichert die Antwort für die Dauer ihrer Gültigkeit; die nächste gleiche Frage beantwortet er dann aus dem Gedächtnis.
Dieses Gedächtnis ist der Grund, warum Änderungen für den einen sofort gelten und für den anderen erst Stunden später, siehe DNS Propagation.
Wo ein DNS-Resolver steht
Beim Zugangsanbieter, im Unternehmensnetz oder bei einem öffentlichen Dienst. Welcher gefragt wird, entscheidet das Gerät, und moderne Browser bringen eigene Einstellungen dafür mit.
Für die Fehlersuche heißt das: Was der eigene Rechner sieht, ist nicht unbedingt das, was ein Besucher sieht. Ein zweiter Resolver als Gegenprobe gehört deshalb zur Prüfung.
Warum die Wahl des Resolvers zählt
Weil er mitliest. Jede Frage nennt ihm den Namen, den jemand aufrufen will, samt Zeitpunkt und Herkunft; wer diese Liste führt, kennt das Surfverhalten eines ganzen Anschlusses.
Dazu kommen Tempo und Vollständigkeit. Mancher Resolver filtert Namen heraus, und mancher antwortet schneller als der des Anbieters, siehe Öffentliche Resolver.