Die TTL (Time to Live) ist die Dauer, für die eine DNS-Antwort zwischengespeichert werden darf. Sie steht an jedem Eintrag und wird in Sekunden angegeben.
- TTL (Time to Live)
Die Dauer, für die eine DNS-Antwort zwischengespeichert werden darf.
Beispiel: „Vor dem Umzug senkten wir die TTL von 86.400 auf 300 Sekunden.“Wörtlich Lebenszeit. Übliche Werte reichen von 300 Sekunden für Einträge, die sich ändern sollen, bis 86.400 für solche, die stehen; viele Anbieter setzen 3.600 als Vorgabe.
Abgrenzung zur TTL im Netzwerk: Dort begrenzt derselbe Name die Zahl der Stationen, die ein Paket durchlaufen darf. Im DNS geht es um Zeit.
Was die TTL praktisch bewirkt
Sie verteilt die Last und bremst Änderungen. Eine hohe Gültigkeitsdauer spart Anfragen und hält alte Antworten lange im Umlauf; eine niedrige macht Änderungen schnell wirksam und erzeugt mehr Verkehr.
Beides hat seinen Platz. Für einen Eintrag, der seit Jahren steht, ist ein Tag angemessen; für einen, der morgen umzieht, sind fünf Minuten richtig.
Wie man die TTL vor einem Umzug senkt
Früh genug. Die Senkung wirkt erst, wenn die alte Gültigkeitsdauer abgelaufen ist; wer sie einen Tag vorher von 86.400 auf 300 setzt, muss diesen Tag abwarten, bevor der kurze Wert überall gilt.
Nach dem Umzug wandert der Wert zurück nach oben, sobald alles läuft. Sonst bleibt die Domain dauerhaft gesprächig, siehe DNS-Umzug.
Warum die TTL nicht überall eingehalten wird
Weil manche Resolver eigene Grenzen setzen. Einige runden sehr kurze Werte nach oben, andere halten Antworten über die Gültigkeit hinaus, wenn der zuständige Server gerade nicht antwortet.
Für die Planung heißt das: Die TTL ist eine Zusage an die Mehrheit und keine Garantie. Ein Umzug bekommt deshalb ein Zeitfenster, in dem beide Ziele funktionieren.