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DNS Cache

oder auch DNS-Zwischenspeicher

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.11.2026

Der DNS Cache ist der Zwischenspeicher, in dem ein Gerät behält, welche IP-Adresse zu einem Namen gehört. Jeder Aufruf einer Website beginnt mit dieser Übersetzung, und ohne Zwischenspeicher liefe sie für jedes Bild und jede Datei erneut.

DNS Cache

Der Zwischenspeicher, in dem ein Gerät behält, welche IP-Adresse zu einem Namen gehört.
Beispiel: „Im DNS Cache des Anbieters stand noch die alte Adresse, deshalb kam die Seite vom alten Server.“

Auch: DNS-Zwischenspeicher. Die Abkürzung steht für Domain Name System, auf Deutsch etwa Namenssystem für Domains.

Er liegt an mehreren Stellen übereinander: im Browser, im Betriebssystem, im Router des Haushalts und beim Auflöser des Zugangsanbieters. Jede Stelle hat ihre eigene Frist.

Abgrenzung zum Eintrag selbst: Ein A-Record ist die Zuordnung, wie sie beim Anbieter der Domain hinterlegt ist. Der DNS Cache ist die Kopie davon, die gerade woanders liegt.

Was ein DNS Cache einspart

Eine Nachfrage je Name und Frist. Die Übersetzung kostet wenige Millisekunden bis einige Zehntelsekunden, je nachdem, wie weit der zuständige Nameserver entfernt ist und ob er gerade antwortet.

Das klingt nach wenig und fällt doch auf, weil eine Seite Dateien von mehreren Namen lädt: den eigenen Server, ein Auslieferungsnetz, eine Schriftenquelle, ein Messwerkzeug. Jeder dieser Namen will einmal übersetzt werden, und die Summe steht als Latenz vor dem ersten Byte.

Wie lange ein DNS Cache gilt

So lange, wie es im Eintrag steht. Zu jedem Namen gehört eine Gültigkeitsdauer, oft eine Stunde, manchmal ein Tag. Sie wird beim Anbieter der Domain gesetzt und von allen Ebenen davor beachtet, mehr oder weniger genau.

Genau hier liegt die Unschärfe: Manche Auflöser halten eine Kopie länger als angesagt, und manche Programme fragen seltener nach, als sie sollten. Deshalb ist nach einer Änderung nie ein Zeitpunkt sicher, sondern nur eine Spanne.

Warum ein DNS Cache beim Umzug im Weg steht

Weil die alte Adresse überall weiterlebt, bis die Frist abläuft. Nach einem Serverumzug kommen Besucher noch stundenlang beim alten Server an, und wer dort eine abgeschaltete Seite findet, sieht einen Fehler.

Der Umgang damit ist Handwerk und kein Zufall: Die Gültigkeitsdauer wird einige Tage vor dem Umzug auf wenige Minuten gesenkt, der alte Server bleibt nach der Umstellung erreichbar, und erst danach steigt die Dauer wieder. Am eigenen Gerät hilft zusätzlich das Leeren des DNS-Cache.

Siehe auch:

A-Record

Der DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet.

#DNS & Nameserver

DNS-Cache leeren (Flush)

Das Verwerfen der gespeicherten Namenszuordnungen auf einem Gerät, damit es erneut nachfragt.

#DNS & Nameserver

Serverumzug

Der Wechsel einer Website auf einen anderen Server, möglichst ohne Ausfall und ohne Datenverlust.

#Hosting & Webserver

Cache

Ein Speicher, der bereits berechnete oder geladene Daten für den nächsten Zugriff bereithält.

#Hosting & Webserver

Latenz

Die Zeit zwischen einem Auslöser und der ersten erkennbaren Reaktion.

Webhosting

Die Miete von Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server, damit eine Website erreichbar ist.

#Hosting & Webserver