Eine Testimonial-Sektion ist ein Seitenabschnitt, der Kundenstimmen als Zitat mit Namen und Herkunft zeigt. Sie belegt eine Aussage über die eigene Arbeit mit der Stimme von jemandem, der sie in Anspruch genommen hat.
- Testimonial-Sektion
Seitenabschnitt, der Kundenstimmen als Zitat mit Namen und Herkunft zeigt.
Beispiel: „Unter den Leistungen steht eine Testimonial-Sektion mit drei Zitaten.“Auch: Kundenstimmen-Bereich oder Referenzen-Sektion. Das englische Testimonial bedeutet Zeugnis oder Empfehlung.
Abgrenzung zur Bewertung: Eine Bewertung entsteht beim Portal und wird von dort bezogen. Ein Testimonial gibt die Kundschaft dem Unternehmen direkt und zur Veröffentlichung frei.
Was ein brauchbares Zitat ausmacht
Es benennt eine Ausgangslage und ein Ergebnis. „Sehr zufrieden, gerne wieder“ sagt nichts, was nicht auf jeder Website steht. „Die Terminbuchung läuft seit dem Relaunch ohne Rückfragen“ nennt ein Problem und dessen Behebung und lässt sich prüfen.
Dazu gehören Klarname, Funktion und Unternehmen, idealerweise mit Porträt. Ein Zitat von „M. aus H.“ wirkt erfunden, auch wenn es echt ist. Wo die Kundschaft anonym bleiben muss, ist die Branche samt Unternehmensgröße die nächstbeste Angabe.
Wie die Sektion aufgebaut wird
Drei bis fünf Zitate reichen, nebeneinander oder gestapelt. Laufende Bewegung ist dabei keine Hilfe: Ein Karussell, das von selbst weiterspringt, nimmt die Lesezeit und wird von vielen Besuchern für Werbung gehalten. Stehen die Zitate still, werden sie gelesen.
Für die Platzierung gilt dasselbe wie für jeden Beleg: Er steht dort, wo der Zweifel entsteht. Ein Zitat zur Zusammenarbeit gehört neben den Ablauf, eines zum Ergebnis neben die Leistung, und keines in eine Sammelsektion am Seitenende, die niemand erreicht.
Welche Auskunftspflicht gilt
Veröffentlichte Kundenstimmen müssen echt sein und von Menschen stammen, die die Leistung tatsächlich bezogen haben. Für Bewertungen kommt eine Auskunftspflicht hinzu.
Nach § 5b Absatz 3 UWG gilt als wesentliche Information, ob und wie ein Unternehmen sicherstellt, dass veröffentlichte Bewertungen von tatsächlichen Kunden stammen. Wer Bewertungen zeigt, gehört also verpflichtet, das Verfahren dahinter zu benennen.
Praktisch heißt das: Die Einwilligung zur Veröffentlichung gehört schriftlich eingeholt, der Wortlaut bleibt unverändert, und Kürzungen werden kenntlich gemacht. Wer Zitate glättet, bis sie klingen wie der eigene Werbetext, nimmt ihnen genau die Wirkung, wegen der sie dastehen.