Ein Slider ist ein Bereich, der mehrere Inhalte nacheinander an derselben Stelle zeigt und zwischen ihnen wechselt, automatisch oder auf Klick. Er spart Platz und verteilt die Aufmerksamkeit zugleich auf Inhalte, die die meisten Besucher nie sehen.
- Slider
Bereich, der mehrere Inhalte nacheinander an derselben Stelle zeigt und zwischen ihnen wechselt.
Beispiel: „Der Slider auf der Startseite zeigt vier Angebote im Wechsel.“Auch: Karussell, Carousel oder Bildslider. Karussell betont das Rundlaufen der Folien, Slider das Hineinschieben.
Abgrenzung zur Galerie: Eine Galerie zeigt alle Bilder nebeneinander und lässt den Besucher auswählen. Ein Slider zeigt eines und entscheidet selbst, wann gewechselt wird.
Die hinteren Folien erreichen kaum jemanden
Untersuchungen der Nielsen Norman Group zu Karussells zeigen seit Jahren dasselbe Bild: Der größte Teil der Klicks entfällt auf die erste Folie, der Rest verteilt sich auf alle übrigen. Wer eine Aussage auf Folie drei stellt, stellt sie praktisch nirgendwo hin.
Dazu kommt ein Verhalten, das jeder von sich kennt: Bewegung am oberen Seitenrand wird als Werbung eingeordnet und übersehen. Ein automatisch wechselnder Slider arbeitet damit gegen sich selbst.
Was ein Slider kostet
Vier Folien heißt vier Bilder, die geladen werden wollen, und meist liegt der Slider ganz oben, wo die Ladezeit gemessen wird. Dazu kommt die Pflege: Jede Folie braucht einen Text, ein Bild und eine Entscheidung darüber, wann sie ersetzt wird.
In unseren Projekten ist der Slider deshalb oft ein Zeichen dafür, dass eine Entscheidung vermieden wurde. Vier Abteilungen wollten ihr Thema nach oben, und der Slider war der Kompromiss, bei dem keine verliert.
Was stattdessen hilft
Eine feste Aussage im oberen Bereich und die übrigen Themen darunter als Kacheln. Alle bleiben sichtbar, alle sind gleichzeitig erreichbar, und die wichtigste Aussage bekommt den Platz, der ihr zusteht. Wo ein Slider inhaltlich passt, etwa bei Produktfotos, gehört er in die Detailseite und nicht in den Einstieg.