Eine Landingpage ist eine Seite, die für ein einzelnes Anliegen gebaut ist und Besucher aus einer bestimmten Quelle aufnimmt, etwa aus einer Google-Ads-Kampagne oder einem Newsletter. Sie lässt meist die übrige Navigation weg oder bekommt ein reduziertes, auf die Kampagne abgestimmtes Layout, in dem die passenden Call-to-Actions im Vordergrund stehen.
- Landingpage
Seite, die Besucher aus einer bestimmten Quelle aufnimmt und auf eine einzelne Handlung hinführt.
Beispiel: „Für die Kampagne haben wir eine Landingpage ohne Hauptnavigation gebaut, mit einem Formular am Ende.“Auch: Zielseite. In der Webanalyse trägt jede Seite, auf der ein Besuch beginnt, technisch die Bezeichnung Landingpage oder Einstiegsseite. Gemeint ist dort einfach der Einstieg und keine eigens gebaute Kampagnenseite.
Abgrenzung zur Leistungsseite: Eine Leistungsseite steht dauerhaft in der Navigation und bedient alle, die sich über ein Angebot informieren. Eine Landingpage gehört zu einer Kampagne und endet oft mit ihr.
Eine Landingpage hat genau ein Ziel
Alles auf der Seite arbeitet auf eine Handlung hin. Das heißt in der Praxis: ein Angebot, ein Formular, eine Aussage darüber, was danach passiert. Jeder zusätzliche Weg verdünnt das Ergebnis, weil er dem Besucher eine Alternative zur gewünschten Handlung anbietet.
Deshalb fehlt dort meist die Hauptnavigation. Wer aus einer Anzeige kommt, hat ein Anliegen mitgebracht und muss die Website nicht erkunden. Über den Logo-Link bleibt der Rest erreichbar, ohne dass eine Menüleiste zum Stöbern einlädt. Wo die Navigation stehen bleibt, ist sie auf wenige Punkte zusammengestrichen und folgt der Kampagne statt dem Aufbau der Website.
Das Versprechen aus der Anzeige muss auf der Seite stehen
In unseren Kampagnenprojekten entscheidet meist der Abgleich zwischen Anzeigentext und Seitenüberschrift darüber, ob eine Landingpage trägt. Wer auf eine Anzeige zu „TYPO3-Wartung“ klickt und auf einer Seite über Webdesign landet, springt ab, auch wenn die Seite gut gebaut ist. Die Überschrift sollte den Wortlaut der Anzeige aufnehmen.
Das gilt auch für die Erwartung an den Aufwand. Wenn die Anzeige eine kurze Anfrage verspricht, darf das Formular keine vierzehn Felder haben. Wir fragen auf Kampagnenseiten nur ab, was für den ersten Kontakt gebraucht wird, und holen den Rest im Gespräch.
Warum eigene URLs sinnvoll sind
Jede Kampagne bekommt ihre eigene Landingpage unter einer eigenen URL. So lässt sich der Erfolg je Kampagne auseinanderhalten, und eine Seite kann abgeschaltet werden, ohne eine andere zu berühren. Wird eine Kampagnenseite dauerhaft gebraucht, wandert sie in die Navigation und wird damit zur Leistungsseite.
Beim Abschalten gehört eine Weiterleitung dazu. Kampagnen-URLs stehen in Anzeigen, Newslettern und manchmal in Backlinks. Eine abgeschaltete Landingpage ohne Weiterleitung produziert Fehlerseiten lange nach dem Ende der Kampagne.