Trust-Badges sind Siegel und Zertifikate auf einer Website, die Vertrauen von dritter Seite belegen sollen. Sie stehen meist im Footer, auf Preisseiten und im Bestellvorgang, also dort, wo eine Entscheidung ansteht.
- Trust-Badges
Siegel und Zertifikate auf einer Website, die Vertrauen von dritter Seite belegen sollen.
Beispiel: „Im Bestellvorgang stehen Trust-Badges für Prüfsiegel und Zahlungsarten.“Auch: Gütesiegel, Vertrauenssiegel oder Trust-Siegel. Im Shop-Umfeld meist Trust Badges geschrieben.
Abgrenzung zum Testimonial: Das Testimonial ist das Urteil einer einzelnen Kundin oder eines Kunden. Das Siegel ist das Urteil einer Prüfstelle über das Unternehmen.
Welche Siegel tragen
Nur die, die jemand kennt und hinter denen eine echte Prüfung steht. Im deutschen Markt sind das eine Handvoll: Prüfsiegel für Shops, Zertifikate für Datenschutz und Informationssicherheit, Mitgliedschaften in Fachverbänden und nachweisbare Auszeichnungen.
Selbst gestaltete Abzeichen wie „100 % zufrieden“ wirken gegenteilig, weil sie aussehen wie ein Siegel, ohne eines zu sein. Dasselbe gilt für Siegel, deren Prüfung nur aus einer Selbstauskunft besteht.
Wie sie eingebunden werden
Als eigene Datei auf dem eigenen Server statt als eingebundenes Skript des Anbieters, soweit dessen Bedingungen das zulassen. Ein fremdes Skript lädt mit, überträgt die Adresse des Besuchers und braucht damit meist eine Einwilligung, bevor es überhaupt starten darf.
Jedes Siegel braucht einen Alternativtext, der sagt, worum es sich handelt, und eine Verlinkung auf den Prüfbericht, wo es ihn gibt. Ein Siegel ohne Nachweis dahinter lässt sich nicht überprüfen und wirkt entsprechend.
Wann sie schaden
Wenn sie abgelaufen sind. Ein Zertifikat mit Jahreszahl von 2019 belegt, dass seither nicht mehr geprüft wurde. Jedes Siegel gehört deshalb mit seinem Ablaufdatum in die Pflegeliste, zusammen mit dem Störer und den Jahreszahlen im Footer.
Der zweite Fall ist die Häufung. Acht Siegel nebeneinander lesen sich wie der Versuch, etwas auszugleichen. Zwei oder drei an der Stelle, an der die Entscheidung fällt, wirken stärker als eine Wand am Seitenende.