Ein Popup ist ein Fenster, das sich ungefragt über den Inhalt einer Seite legt. Ausgelöst wird es von der Seite selbst, meist nach einigen Sekunden, beim Scrollen oder wenn der Mauszeiger den Bereich verlässt. Inhaltlich wirbt es in der Regel, etwa für einen Newsletter oder einen Rabatt.
- Popup
Fenster, das sich ungefragt über den Inhalt legt und meist wirbt.
Beispiel: „Nach fünf Sekunden erscheint ein Popup mit der Newsletter-Anmeldung.“Auch: Einblendfenster oder Popup-Fenster. Ursprünglich meinte der Begriff ein eigenes Browserfenster, das sich öffnete. Heute liegt die Einblendung in derselben Seite.
Abgrenzung zum Modal: Der Besucher hat das Popup nicht angefordert. Ein Modal ist die Antwort auf eine Handlung, etwa eine Rückfrage vor dem Löschen.
Warum Popups so verbreitet sind
Sie wirken, und zwar sofort messbar. Eine Newsletter-Anmeldung als Popup sammelt mehr Adressen als dasselbe Formular im Footer, und diese Zahl steht am nächsten Tag im Bericht. Was in derselben Zahl nicht auftaucht, sind die Besucher, die die Seite genervt verlassen haben.
Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist das der häufigste Konflikt bei diesem Thema: Der kurzfristige Gewinn ist sichtbar, der langfristige Schaden nicht. Wir empfehlen deshalb, die Absprungrate der betroffenen Seiten vor und nach der Einführung zu vergleichen, statt allein die Anmeldungen zu zählen.
Was ein Popup kosten kann
Auf Telefonen bewertet Google Einblendungen, die beim Einstieg den Inhalt verdecken, als störend und kann die Seite dafür schlechter einstufen. Ausgenommen sind Einblendungen, die rechtlich nötig sind, etwa die Einwilligung zu Cookies oder eine Altersabfrage.
Dazu kommt die Bedienbarkeit. Ein Popup ohne sichtbaren Schließknopf, mit einem Kreuz von zwölf Pixeln oder eines, das bei jedem Seitenwechsel wiederkommt, kostet Vertrauen. Wer es einsetzt, merkt sich das Schließen und zeigt es in derselben Sitzung nicht erneut.
Wenn es ein Popup sein soll
Dann spät statt früh: Wer die Seite gerade erst geöffnet hat, kennt das Angebot noch nicht. Sinnvoller ist ein Auslöser, der Interesse voraussetzt, etwa das Erreichen des Textendes. Der Inhalt sollte zur Seite passen, auf der er erscheint, und das Schließen muss ohne Suchen gehen.