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Slide-in

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 16.10.2026

Ein Slide-in ist ein Element, das beim Scrollen oder nach einer Wartezeit von der Seite her hereinfährt. Verbreitet sind Hinweise auf den Newsletter, Chat-Einladungen und Angebote, die unten rechts erscheinen, ohne die Seite zu blockieren.

Slide-in

Element, das beim Scrollen oder nach einer Wartezeit von der Seite her hereinfährt.
Beispiel: „Nach der Hälfte des Beitrags fährt unten rechts ein Slide-in mit dem Newsletter herein.“

Abgrenzung zum Modal: Das Modal legt sich über die Seite und verlangt eine Entscheidung. Das Slide-in bleibt am Rand, und die Seite ist weiter bedienbar.

Abgrenzung zum Toast: Der Toast meldet das Ergebnis einer Handlung und verschwindet von selbst. Das Slide-in wirbt und bleibt stehen, bis es geschlossen wird.

Links der sichtbare Seitenbereich mit einem Hinweisfenster unten rechts, daneben außerhalb dasselbe Fenster gestrichelt als geparkte Fassung; ein Pfeil zeigt die Bewegungsrichtung nach innen, am linken Rand steht ein zur Hälfte gefüllter Scrollfortschritt
Der Scrollfortschritt löst aus, verschoben wird nur, was ohnehin schon dasteht.

Wofür es taugt

Für ein Angebot, das zum gerade gelesenen Inhalt passt und keine Unterbrechung rechtfertigt. Der übliche Auslöser ist der Scrollfortschritt: Wer die Hälfte eines Beitrags gelesen hat, zeigt Interesse am Thema, und genau dort passt der Hinweis auf mehr davon.

Eine Zeitsteuerung allein ist der schwächere Auslöser, weil sie nichts über das Interesse sagt. Noch schwächer ist das Erscheinen gleich beim Aufruf, weil dann niemand weiß, worauf sich der Hinweis bezieht.

Wie es umgesetzt wird

Das Element steht von Anfang an im Markup und wird außerhalb des sichtbaren Bereichs geparkt. Eingeblendet wird es über eine Verschiebung, nicht über eine Änderung der Position, weil der Browser Verschiebungen ohne neues Layout darstellen kann.

.slide-in {
  position: fixed;
  right: 24px;
  bottom: 24px;
  transform: translateX(calc(100% + 24px));
  transition: transform 300ms ease-out;
}

.slide-in.ist-sichtbar { transform: translateX(0); }

@media (prefers-reduced-motion: reduce) {
  .slide-in { transition: none; }
}

Wann es nur stört

Wenn es den Text überdeckt, den es begleiten soll. Auf dem Smartphone ist der Platz unten rechts bereits belegt, oft gleich mehrfach, und ein weiteres schwebendes Element verdeckt zuverlässig die letzte Zeile.

Dazu gehört ein Schließen, das anhält: Wer das Slide-in wegklickt, darf es auf derselben Seite nicht wiedersehen. Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten ist genau das der Punkt, an dem die meisten Umsetzungen scheitern, weil der Zustand nirgends gemerkt wird.

Siehe auch:

Modal

Fenster, das sich über den Inhalt legt und die Seite dahinter sperrt, bis es geschlossen wird.

#Website-Struktur

Toast

Kurzer Hinweis, der am Bildschirmrand erscheint und von selbst wieder verschwindet.

#Website-Struktur

Off-Canvas-Navigation

Navigation, die außerhalb des sichtbaren Bereichs liegt und auf Knopfdruck von der Seite über den Inhalt geschoben wird.

#Responsive Design #Website-Struktur

Scrollen

Das Verschieben des sichtbaren Ausschnitts über einen Inhalt, der länger oder breiter ist als der Bildschirm.

#Benutzererfahrung (UX)

Newsletter-Anmeldebox

Baustein, über den Besucher ihre E-Mail-Adresse für den Newsletter hinterlassen.

#Website-Struktur

Chat-Widget

Eingeblendetes Fenster, über das Besucher direkt Nachrichten an das Unternehmen schicken.

#Website-Struktur