Negative SEO ist der Versuch, die Platzierungen einer fremden Website durch gezielte Maßnahmen zu verschlechtern. Dazu gehören aufgebaute Spam-Verweise, kopierte Inhalte und Eingriffe in die Technik der angegriffenen Seite.
- Negative SEO
Der Versuch, die Platzierungen einer fremden Website durch gezielte Maßnahmen zu verschlechtern.
Beispiel: „Der Verdacht auf Negative SEO bestätigte sich nicht: Der Einbruch fiel mit einem Core Update zusammen.“Formen sind der Aufbau auffälliger Verweise, das Kopieren von Inhalten, gefälschte Löschanträge, massenhafte Abrufe, die den Server belasten, und Eingriffe nach einem Einbruch.
Google sagt seit Jahren, die eigenen Systeme ignorierten unnatürliche Verweise, statt sie der Zielseite anzulasten. Für die Mehrzahl der Fälle deckt sich das mit unserer Erfahrung.
Wie belastbar die Gefahr durch Negative SEO ist
Geringer, als der Markt um sie herum vermuten lässt. Seit Penguin 2012 ein Teil der laufenden Bewertung wurde, werden auffällige Verweise entwertet und nicht bestraft. Wer einen Einbruch sieht, findet die Ursache fast immer im eigenen Haus oder in einem Update.
Ernst zu nehmen sind die Formen, die nichts mit Verweisen zu tun haben: ein Einbruch in die Website, massenhaft kopierte Inhalte und missbräuchliche Löschanträge wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen.
Was bei Verdacht auf Negative SEO zu tun ist
Zuerst ausschließen, was wahrscheinlicher ist. Fiel der Einbruch mit einem Update zusammen, mit einer eigenen Änderung, mit einem Serverproblem? Die Reihenfolge rettet Wochen, weil der Verdacht sonst die Suche lenkt.
Erst danach das Linkprofil ansehen. Ein plötzlicher Zuwachs aus einem fremden Sprachraum mit immer demselben Ankertext ist der klassische Befund; was dann zu tun ist, steht bei Disavow.
Wie man einer Negative-SEO-Lage vorbeugt
Mit den Maßnahmen, die ohnehin fällig sind. Aktuelle Software und Zugänge mit zweitem Faktor verhindern den Einbruch. Ein regelmäßiger Blick auf das Linkprofil zeigt Zuwächse früh. Eine Sicherung, die wirklich zurückspielbar ist, verkürzt jeden Ernstfall.
Dazu kommt die eigene Messung. Wer seine Zahlen kennt, erkennt eine Abweichung in Tagen statt in Monaten, und das ist der Unterschied zwischen einem Zwischenfall und einem verlorenen Quartal.