Black-Hat SEO bezeichnet Maßnahmen, die gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstoßen, um Platzierungen zu erzwingen. Gemeinsam ist ihnen die Täuschung: Der Suchmaschine wird etwas anderes gezeigt oder vorgespiegelt als dem Besucher.
- Black-Hat SEO
Maßnahmen, die gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstoßen, um Platzierungen zu erzwingen.
Beispiel: „Die geerbte Website war mit Black-Hat SEO aufgebaut, und das Aufräumen dauerte länger als ein Neubau.“Gegenstück ist White-Hat SEO, und dort steht auch, woher das Bild kommt: Im Western erkannte das Publikum den Gegenspieler am dunklen Hut, bevor er den Mund aufmachte.
Die Analogie trägt, solange es um die Absicht geht, und sie endet bei der Zuordnung. Im Film entschied die Erzählung, wer den schwarzen Hut trug; hier entscheidet ein veröffentlichtes Regelwerk, und niemand setzt ihn sich freiwillig auf.
Abgrenzung zur Negative SEO: Dort wird eine fremde Website geschädigt.
Welche Verfahren zum Black-Hat SEO zählen
Die bekanntesten sind sechs. Cloaking liefert Suchmaschinen anderen Inhalt als Besuchern. Keyword Stuffing füllt Texte mit Begriffen. Versteckter Text arbeitet mit weißer Schrift auf weißem Grund oder mit Positionierung außerhalb des Bildschirms. Brückenseiten bestehen nur, um Besucher weiterzuleiten. Linkkauf und Linknetzwerke erzeugen Verweise ohne Grund. Und automatisch erzeugte Inhalte ohne jede Prüfung füllen Bestände.
Dazu kommen Angriffe auf fremde Websites, etwa eingeschmuggelte Links in schlecht gesicherten Systemen. Das ist zugleich eine Straftat und nicht nur ein Richtlinienverstoß.
Was Black-Hat SEO kostet
Im besten Fall nur die Arbeit, weil die Maßnahme wirkungslos bleibt. Im schlechteren folgt eine algorithmische Abwertung, die niemand mitteilt und die sich schwer zuordnen lässt. Im schlechtesten eine manuelle Maßnahme, die in der Search Console steht und die ganze Website betreffen kann.
Der Weg zurück ist lang. Nach dem Aufräumen braucht es einen Antrag auf erneute Prüfung, und bis die Platzierungen wieder stehen, gehen Monate ins Land. Bei gekauften Links kommt die Arbeit dazu, sie wieder loszuwerden.
Wie man Black-Hat SEO im Bestand erkennt
An vier Stellen, und die Prüfung lohnt bei jeder übernommenen Website. Im Quelltext: Text, der im Browser nicht erscheint. Im Linkprofil: viele Verweise von themenfremden Domains mit demselben Ankertext. Im Bestand: Seiten, die nur den Ortsnamen austauschen. In der Search Console: der Abschnitt zu manuellen Maßnahmen.
Findet sich etwas, ist die Reihenfolge klar: entfernen, dokumentieren, erneute Prüfung beantragen. Nicht erst die neue Website bauen und hoffen, dass die Vergangenheit mit umzieht, denn das tut sie.