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Duplicate Content

oder auch Doppelter Inhalt

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026

Duplicate Content ist derselbe oder fast derselbe Inhalt unter mehreren Adressen. Gemeint sind drei Fälle: dieselbe Seite über verschiedene Adressen der eigenen Website, Inhalte, die von einer fremden Website übernommen wurden, und Texte, die sich nur in Kleinigkeiten unterscheiden.

Duplicate Content

Derselbe oder fast derselbe Inhalt unter mehreren Adressen.
Beispiel: „Der Duplicate Content entstand, weil jedes Produkt über drei Kategoriepfade erreichbar war.“

Auch: doppelter Inhalt. Im Deutschen hält sich der englische Begriff.

Eine Strafe dafür gibt es nicht. Google erklärt seit Jahren, dass doppelte Inhalte in aller Regel keine Maßnahme nach sich ziehen, sondern schlicht zusammengefasst werden.

Was Duplicate Content tatsächlich bewirkt

Die Suchmaschine wählt eine Fassung aus und zeigt nur diese. Das Problem liegt darin, dass die Wahl nicht beim Betreiber liegt: Es kann die Druckansicht gewinnen, die Fassung mit Parametern oder die Seite eines Portals, das den Text übernommen hat.

Dazu kommen zwei Nebenwirkungen. Die Verweise von außen verteilen sich auf mehrere Adressen, statt sich auf einer zu sammeln. Und jede Fassung kostet Abrufe, was bei großen Beständen das Crawl Budget belastet.

Wie Duplicate Content entsteht

Fast immer technisch. Eine Seite ist mit und ohne www erreichbar, mit http und https, mit und ohne Schrägstrich am Ende, mit Parametern für Filter und Kampagnen. Ein Produkt hängt in drei Kategorien und bekommt drei Adressen. Eine Druckansicht liegt neben der normalen Fassung.

Die zweite Quelle ist redaktionell: Herstellerbeschreibungen in Shops, Pressemitteilungen, die wörtlich übernommen werden, und Ortsseiten, bei denen nur der Name wechselt. Diese Fälle sind zugleich Thin Content und gehören inhaltlich gelöst.

Was gegen Duplicate Content hilft

Der Canonical-Tag als Normalfall: Jede Fassung nennt die Adresse, die gelten soll. Dazu kommen saubere Weiterleitungen für die technischen Varianten, damit es sie gar nicht erst gibt, und ein Meta Robots mit noindex für Fassungen, die niemand in den Ergebnissen braucht.

Bei übernommenen Texten hilft nur Eigenes. Wer eine Herstellerbeschreibung ausliefert wie hundert andere Shops, hat keinen Grund geliefert, warum ausgerechnet seine Seite erscheinen sollte.

Siehe auch:

Canonical Tag

Angabe im Kopf einer HTML-Seite, die festlegt, welche URL als maßgebliche Fassung eines Inhalts gilt.

#Website-Struktur #Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Index Bloat

Ein Index voller Seiten der eigenen Website, die dort niemandem nützen.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Thin Content

Eine Seite, die für ihren Zweck zu wenig eigenen Inhalt hat.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

URL-Struktur

Der durchgängige Aufbau aller Adressen einer Website nach einem festen Muster.

#Website-Struktur

Meta Robots (noindex, nofollow)

Die Anweisung im Kopf einer Seite, die Suchmaschinen sagt, ob sie aufgenommen werden darf.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Indexierung

Die Aufnahme einer abgerufenen Seite in den Datenbestand einer Suchmaschine.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)