Das Linkprofil ist die Gesamtheit aller Verweise, die auf eine Website zeigen, samt ihren Eigenschaften: woher sie kommen, wie sie beschriftet sind, wie alt sie sind und ob sie eine Einschränkung tragen. Es ist die Sicht auf das Ganze statt auf den einzelnen Backlink.
- Linkprofil
Die Gesamtheit aller Verweise, die auf eine Website zeigen, samt ihren Eigenschaften.
Beispiel: „Das Linkprofil bestand zu 80 Prozent aus Verzeichniseinträgen mit demselben Ankertext.“Betrachtet wird meist auf Ebene der Domains und nicht der einzelnen Seiten: Zwanzig Verweise von einer Domain zählen als eine Quelle.
Anwendungsfall: Beim Kauf einer Website oder einer Domain ist die Prüfung des Linkprofils Pflicht. Altlasten wandern mit.
Woran man ein gesundes Linkprofil erkennt
An Vielfalt in vier Richtungen. Die Quellen streuen über verschiedene Arten von Websites, die Ankertexte sind gemischt, die Verweise sind über Jahre entstanden statt in einem Monat, und sie zeigen auf viele verschiedene Unterseiten statt nur auf die Startseite.
Der letzte Punkt ist der aussagekräftigste. Wer wegen seiner Inhalte verlinkt wird, bekommt Verweise auf die Inhalte; wer Verweise organisiert, bekommt sie auf die Startseite, weil das am einfachsten ist.
Was ein auffälliges Linkprofil bedeutet
Nicht automatisch eine Strafe. Google erklärt seit Jahren, unnatürliche Verweise überwiegend zu ignorieren statt sie zu bestrafen; das System dahinter heißt SpamBrain und entwertet, was es als gemacht erkennt. Der häufigste Fall ist deshalb Wirkungslosigkeit.
Ernst wird es bei einer manuellen Maßnahme, die in der Search Console steht und den Grund nennt. Dann ist Aufräumen nötig, und erst danach lohnt ein Antrag auf erneute Prüfung; siehe Google Penalty.
Wie man das eigene Linkprofil prüft
Mit drei Zahlen und einem Blick. Die Zahl der verweisenden Domains im Verlauf zeigt, ob etwas wächst. Die Verteilung der Ankertexte zeigt, ob jemand nachgeholfen hat. Das Verhältnis von Startseite zu Unterseiten zeigt, wofür verlinkt wird. Der Blick gilt den zwanzig stärksten Quellen: Kennt man sie, und ergeben sie Sinn?
Die Prüfung lohnt einmal im Jahr und nach jedem Wechsel der Zuständigkeit. Wer eine Website übernimmt, prüft sie vor dem ersten Angebot und nicht nach dem ersten Einbruch.