Die kommerzielle Suchintention ist die Absicht, vor einer Kaufentscheidung Angebote zu vergleichen und zu prüfen. Sie liegt zwischen der Frage nach Wissen und dem Kauf selbst: Die Entscheidung ist gefallen, die Wahl noch nicht.
- Kommerzielle Suchintention
Die Absicht, vor einer Kaufentscheidung Angebote zu vergleichen und zu prüfen.
Beispiel: „Hinter „typo3 oder wordpress“ steckt eine kommerzielle Suchintention.“Auch: Commercial Intent, im englischen Fachgebrauch auch Commercial Investigation. In Googles eigener Einteilung ist sie keine eigene Kategorie, in der Praxis des Fachs schon, weil sich dafür eine eigene Seitenform lohnt.
Erkennbar an Wörtern wie Test, Vergleich, Erfahrungen, Alternative, beste, oder an zwei Produktnamen mit „vs“ dazwischen.
Welche Seitenform zur kommerziellen Suchintention passt
Eine Seite, die wirklich vergleicht und nicht verkauft. Dazu gehören eine Gegenüberstellung mit nachvollziehbaren Kriterien, eine Aussage dazu, für wen was passt, und die Offenlegung der eigenen Position. Wer sich selbst zum Sieger erklärt, verliert den Leser früher, als er denkt.
Bewährt haben sich drei Formen: der Vergleich zweier Lösungen, die Übersicht über ein Feld und der Erfahrungsbericht aus einem konkreten Projekt. Die dritte ist die, die am wenigsten kopierbar ist.
Warum die kommerzielle Suchintention die lohnendste Gruppe ist
Weil hier die Entscheidung fällt und der Wettbewerb geringer ist als bei den Kaufanfragen. Wer bei „typo3 oder wordpress“ überzeugt, ist bei der späteren Anfrage gesetzt, ohne gegen Anzeigen antreten zu müssen.
Dazu kommt die Haltbarkeit. Ein guter Vergleich trägt über Jahre, wenn er gepflegt wird, während eine Kampagne auf Kaufanfragen mit dem Budget endet.
Was bei der kommerziellen Suchintention schiefgeht
Zwei Dinge. Erstens der getarnte Verkaufstext: eine Seite, die vorgibt zu vergleichen, und bei der das eigene Angebot in jeder Zeile gewinnt. Leser erkennen das, und die Rückkehr zur Ergebnisliste ist die Folge.
Zweitens die fehlende Offenlegung. Wer Produkte vergleicht, an deren Verkauf er verdient, muss das kenntlich machen; das ist eine Frage des Anstands und bei Werbung eine rechtliche dazu.