Long-Tail Keywords sind lange, genaue Suchbegriffe, die einzeln selten vorkommen und in der Summe den größeren Teil aller Suchen ausmachen. Statt „webdesign“ heißt es „webdesign agentur hamburg für arztpraxis“. Der Name stammt aus der Statistik: Die Verteilung hat einen kurzen Kopf und einen langen Schwanz.
- Long-Tail Keywords
Lange, genaue Suchbegriffe, die einzeln selten und zusammen oft gesucht werden.
Beispiel: „Die Long-Tail Keywords brachten zusammen mehr Anfragen als der Hauptbegriff, auf den die Seite gebaut war.“Der Begriff geht auf Chris Anderson zurück, der 2004 beschrieb, wie im Handel die vielen Nischenprodukte zusammen mehr umsetzen als die wenigen Verkaufsschlager.
Google gibt seit Jahren an, dass ein erheblicher Teil der täglichen Suchen in dieser Form zum ersten Mal überhaupt gestellt wird.
Warum sich Long-Tail Keywords lohnen
Aus drei Gründen. Der Wettbewerb ist geringer, weil kaum jemand eine Seite auf eine Formulierung baut, die 20-mal im Monat gesucht wird. Die Absicht ist klarer, weil mit jedem Wort die Frage genauer wird. Und die Abschlussquote ist höher, weil jemand, der genau beschreibt, was er sucht, näher an der Entscheidung steht.
Der Preis ist die Menge. Ein Hauptbegriff ist eine Seite, dreißig lange Formulierungen sind eine Struktur. Wer sie einzeln bedienen will, baut dreißig dünne Seiten; wer sie in Abschnitten einer guten Seite bedient, gewinnt mehrfach.
Wie man Long-Tail Keywords bedient
Über Gliederung statt über eigene Seiten. Eine Seite zum Hauptthema bekommt Zwischenüberschriften, die die langen Formulierungen aufnehmen, und beantwortet jede in zwei bis drei Absätzen. Damit deckt sie den Kopf und einen Teil des Schwanzes ab.
Eine eigene Seite lohnt dort, wo die Formulierung eine andere Absicht trägt. „relaunch kosten“ und „relaunch checkliste“ gehören getrennt, „relaunch was kostet das“ und „was kostet ein relaunch“ nicht.
Woran die Arbeit mit Long-Tail Keywords scheitert
An der Messung. Einzelne lange Begriffe bringen so wenige Impressionen, dass sie in Berichten untergehen und in Werkzeugen oft gar kein Volumen ausweisen. Wer nach Begriffen mit ausgewiesenem Volumen filtert, schneidet genau den Teil weg, um den es geht.
Die Gegenprobe steht in der Search Console: die Liste der Anfragen, sortiert nach Impressionen, mit einem Blick auf alles unterhalb der ersten dreißig Zeilen. Dort steht der Schwanz, und dort steht er mit echten Zahlen.