Keyword Stuffing ist das Vollstopfen einer Seite mit Suchbegriffen, um eine bessere Platzierung zu erzwingen. Das englische to stuff heißt stopfen oder füllen, wie bei einer Weihnachtsgans. Google führt das Verfahren in seinen Richtlinien ausdrücklich als Spam.
- Keyword Stuffing
Das Vollstopfen einer Seite mit Suchbegriffen, um eine bessere Platzierung zu erzwingen.
Beispiel: „Der geerbte Text betrieb Keyword Stuffing mit elf Nennungen der Stadt in vier Absätzen.“Betroffen sind nicht nur Fließtexte. Auch Alternativtexte von Bildern, Titel, Beschreibungen und Dateinamen lassen sich vollstopfen.
Abgrenzung zur Keyword-Dichte: Die ist eine Messzahl, das Stuffing eine Handlung. Eine hohe Dichte kann aus einem Fachtext stammen, Stuffing nie.
Welche Formen Keyword Stuffing annimmt
Vier, und zwei davon sieht man im Browser nicht. Sichtbar sind die Wiederholung im Fließtext und die Aufzählung ohne Satzbau, etwa eine Liste von dreißig Städtenamen am Seitenfuß. Unsichtbar sind weißer Text auf weißem Grund und Text, der per CSS aus dem Bild geschoben wurde.
Die unsichtbaren Formen sind der eindeutige Fall: Sie zeigen der Suchmaschine etwas, das dem Besucher vorenthalten wird, und damit sind sie Täuschung. Die sichtbaren Formen liegen auf einer Skala, an deren anderem Ende ein Text steht, der sein Thema einfach behandelt.
Was Google zu Keyword Stuffing sagt
Es steht in den Richtlinien zu Spam in der Websuche, zusammen mit Cloaking, Brückenseiten und automatisch erzeugten Inhalten ohne eigenen Wert. Als Beispiel nennt Google dort unter anderem Listen von Telefonnummern ohne Mehrwert und Textblöcke mit Städte- und Regionsnamen, auf die eine Seite ranken will.
Die Folge reicht von der Wirkungslosigkeit bis zur manuellen Maßnahme. In der Praxis tritt meist das Erste ein: Die Seite rankt einfach nicht, und niemand erfährt den Grund.
Woran man Keyword Stuffing im Bestand erkennt
Durch Vorlesen. Ein Text, in dem ein Begriff so oft steht, dass es beim lauten Lesen auffällt, hat ein Problem, unabhängig von jeder Prozentzahl. Dazu kommt der Blick in den Quelltext auf Alternativtexte und Titel, die aus aneinandergereihten Begriffen bestehen.
Bei übernommenen Websites lohnt zusätzlich der Vergleich von sichtbarem Text und Quelltext. Wo der Quelltext mehr Wörter enthält als die Seite zeigt, steckt Text an einer Stelle, an der ihn niemand sehen soll.