Thin Content bezeichnet eine Seite, die für ihren Zweck zu wenig eigenen Inhalt hat. Das englische thin heißt dünn, und gemeint ist der Nährwert und nicht die Länge: Eine kurze Seite, die eine Frage beantwortet, ist kein Thin Content, eine lange ohne eigene Aussage schon.
- Thin Content
Eine Seite, die für ihren Zweck zu wenig eigenen Inhalt hat.
Beispiel: „Die 400 Städteseiten unterschieden sich nur im Ortsnamen und waren damit Thin Content.“Google nennt in den Richtlinien vier Erscheinungsformen: automatisch erzeugte Inhalte, zusammengetragene Inhalte ohne eigenen Beitrag, Brückenseiten und Partnerseiten ohne eigenen Mehrwert.
Abgrenzung zum Duplicate Content: Der ist eine Kopie, Thin Content kann vollständig eigener Text sein und trotzdem nichts hergeben.
Woran man Thin Content erkennt
An zwei Fragen, die sich ohne Werkzeug stellen lassen. Erstens: Steht auf der Seite etwas, das nicht auf zehn anderen Seiten genauso steht? Zweitens: Würde jemand, der die Frage hat, hier aufhören zu suchen? Wo beide Antworten nein lauten, liegt der Fall vor.
Maschinell sichtbar wird er an den Zahlen: Seiten ohne Impressionen über Monate, Seiten mit hoher Absprungrate direkt zurück in die Ergebnisse, und Gruppen im Bericht zur Index-Abdeckung, die „gecrawlt, zurzeit nicht indexiert“ heißen.
Wo Thin Content typischerweise entsteht
Bei Seiten, die aus einer Vorlage erzeugt wurden. Städteseiten mit ausgetauschtem Ortsnamen, Produktseiten mit der Herstellerbeschreibung, Schlagwortarchive mit zwei Beiträgen, Autorenseiten ohne Text. Keine davon ist von Natur aus dünn, aber alle werden es, wenn niemand eigenen Inhalt hinzufügt.
Der zweite Ort ist die Übersetzung. Eine Seite, die maschinell in acht Sprachen übertragen wurde und in keiner davon einen eigenen Bezug hat, ist achtmal Thin Content und kein internationales Angebot.
Was gegen Thin Content hilft
Für jede betroffene Gruppe eine von drei Entscheidungen: ausbauen, zusammenlegen oder entfernen. Ausbauen lohnt, wo das Thema trägt und nur die Substanz fehlt; eine Städteseite wird gut, wenn sie Projekte, Wege und Ansprechpartner vor Ort nennt. Zusammenlegen passt, wo mehrere dünne Seiten dieselbe Frage behandeln.
Entfernen ist die unterschätzte Möglichkeit. Ein Bestand, der von 400 auf 40 Seiten schrumpft und dafür bei jeder etwas zu sagen hat, steht danach besser da. Dazu gehört ein Plan für die Adressen: Weiterleitung auf das nächstliegende Ziel, nicht auf die Startseite.