Die Keyword-Dichte ist der Anteil eines Begriffs an allen Wörtern eines Textes, angegeben in Prozent. Kommt ein Wort in einem Text aus 500 Wörtern zehnmal vor, liegt die Dichte bei zwei Prozent. Als Stellschraube hat die Zahl ausgedient.
- Keyword-Dichte
Der Anteil eines Begriffs an allen Wörtern eines Textes, in Prozent.
Beispiel: „Das Werkzeug meldete eine Keyword-Dichte von 0,8 Prozent und empfahl drei weitere Nennungen.“Auch: Keyword Density. Die oft genannte Spanne von zwei bis vier Prozent stammt aus den frühen 2000ern und hat nie auf einer Veröffentlichung von Google beruht.
Anwendungsfall: Als Warnzeichen taugt sie weiterhin. Ein Text mit sechs Prozent liest sich schlecht, und das merkt man ohne Werkzeug.
Warum die Keyword-Dichte nichts mehr steuert
Weil Suchmaschinen Texte längst nicht mehr über Worthäufigkeit bewerten. Seit der Einführung von Verfahren zur Sprachverarbeitung geht es um die Bedeutung eines Textes und um die Begriffe, die zu einem Thema gehören, nicht um die Wiederholung eines einzelnen Wortes. Google hat mehrfach gesagt, dass es keine empfohlene Dichte gibt.
Dazu kommt ein praktisches Argument. Eine Seite, die ihr Thema vollständig behandelt, nennt den Begriff von selbst so oft, wie es nötig ist. Wer nachträglich Nennungen einbaut, um eine Zahl zu treffen, verschlechtert den Text und ändert an der Bewertung nichts.
Woher die Keyword-Dichte kommt
Aus der Frühzeit der Suchmaschinen. Als die Bewertung tatsächlich stark an der Worthäufigkeit hing, war die Zahl eine brauchbare Beschreibung, und sie ließ sich leicht messen. Genau deshalb wurde sie ausgenutzt, bis daraus Keyword Stuffing wurde und die Suchmaschinen gegensteuerten.
Geblieben ist sie in Werkzeugen, weil sie sich einfach berechnen lässt. Eine Ampel, die bei 0,8 Prozent auf Gelb steht, sieht nach einer Handlungsanweisung aus und ist keine.
Was an die Stelle der Keyword-Dichte getreten ist
Die Frage, ob ein Text sein Thema abdeckt. Dafür zählen die Begriffe, die zu einem Thema gehören und die ein Fachtext selbstverständlich enthält, dazu die Fragen, die Leser dazu haben. Werkzeuge nennen das Themenabdeckung oder arbeiten mit Begriffslisten aus den vorderen Treffern.
Die einfachste Prüfung kommt ohne Werkzeug aus: den Text jemandem zu lesen geben, der vom Thema etwas versteht, und fragen, was fehlt. Was dabei genannt wird, ist die Lücke, die eine Dichtezahl nie anzeigen würde.