Keyword-Kannibalisierung liegt vor, wenn zwei oder mehr eigene Seiten um dieselbe Suchanfrage konkurrieren. Die Suchmaschine muss sich entscheiden, welche sie zeigt, wechselt dabei oft hin und her, und beide Seiten stehen schlechter, als eine allein stehen würde.
- Keyword-Kannibalisierung
Zwei eigene Seiten konkurrieren um dieselbe Suchanfrage und schwächen sich gegenseitig.
Beispiel: „Die Keyword-Kannibalisierung zwischen Leistungsseite und Blogbeitrag kostete beide den ersten Platz.“Auch: Keyword Cannibalization. Das Bild ist drastisch und trifft: Der eigene Bestand frisst sich selbst.
Ein Hinweis darauf ist der Wechsel. Wenn zu einer Anfrage mal die eine, mal die andere Seite erscheint, hat die Suchmaschine keine klare Antwort gefunden.
Woran man Keyword-Kannibalisierung erkennt
An drei Stellen. In der Search Console: eine Anfrage auswählen und ansehen, welche Seiten dazu Impressionen haben; stehen dort zwei mit ähnlichen Anteilen, ist der Fall klar. Im Verlauf: Platzierungen, die ohne äußeren Anlass zwischen zwei Werten springen. Und über eine Suche mit dem Operator site: plus Begriff.
# Welche eigenen Seiten hält Google für diese Anfrage für passend?
site:example.com website relaunch kosten
# Enger: nur ein Verzeichnis
site:example.com/leistungen/ relaunch
# Gegenprobe in der Search Console:
# Leistung → Suchanfragen → Anfrage wählen → Reiter „Seiten“Wie Keyword-Kannibalisierung entsteht
Durch Wachstum ohne Plan. Ein Blogbeitrag von 2023 behandelt dieselbe Frage wie die Leistungsseite von 2025; eine Kategorie und ein Schlagwortarchiv tragen denselben Namen; zwei Autoren schreiben unabhängig voneinander über dasselbe Thema. In keinem der Fälle hat jemand eine Entscheidung getroffen.
Begünstigt wird sie durch Systeme, die jede Taxonomie zu einer eigenen Adresse machen. Wer Schlagworte, Kategorien und Autoren indexieren lässt, erzeugt zu jedem Thema mehrere Seiten, von denen keine eine eigene Aussage trägt.
Wie man Keyword-Kannibalisierung auflöst
Mit einer Entscheidung je Fall: Welche Seite soll die Anfrage bedienen? Die andere wird dann entweder auf einen anderen Aspekt umgeschrieben, auf die erste weitergeleitet oder über den Canonical-Tag als Variante gekennzeichnet. Dazu kommt die interne Verlinkung: Alle Verweise mit dem passenden Ankertext zeigen auf die gewählte Seite.
Was nicht hilft, ist Abwarten. Die Suchmaschine löst den Konflikt nicht auf, sie wechselt weiter, und bei jedem Wechsel beginnt der Aufbau von Vertrauen in die jeweilige Seite von vorn.