Die Hosts-Datei ist die Datei auf dem eigenen Rechner, die Namen an DNS vorbei auf Adressen legt. Was dort steht, gilt für dieses eine Gerät und schlägt jede Auskunft aus dem Netz.
- Hosts-Datei
Die Datei auf dem eigenen Rechner, die Namen an DNS vorbei auf Adressen legt.
Beispiel: „Über die Hosts-Datei sahen wir die neue Website unter der echten Domain, bevor der Umzug lief.“Sie liegt unter Linux und macOS in /etc/hosts, unter Windows im Verzeichnis für Treiber. Jede Zeile nennt eine Adresse und einen oder mehrere Namen dazu; sie ist älter als das DNS selbst.
Abgrenzung zum DNS-Resolver: Dieser fragt im Netz. Die Hosts-Datei wird vorher gelesen und braucht niemanden zu fragen.
Wofür die Hosts-Datei bei einem Umzug taugt
Für die Abnahme vor dem Umschalten. Wer die neue Serveradresse mit der echten Domain verbindet, sieht die Website so, wie sie nach dem Umzug aussieht, samt Zertifikat und absoluten Adressen.
Damit lässt sich prüfen, was eine Vorschauadresse nicht zeigt: Weiterleitungen, Verweise im Quelltext und alles, was am Domainnamen hängt, siehe DNS-Umzug.
Warum die Hosts-Datei eine Fehlerquelle ist
Weil sie in Vergessenheit gerät. Ein Eintrag von vor drei Monaten zeigt weiter auf einen Server, den es nicht mehr gibt, und die Suche nach dem Grund führt durch das halbe Netzwerk, bevor jemand an die Datei denkt.
Deshalb gehört zu jedem Eintrag ein Kommentar mit Datum und Zweck, und nach der Abnahme wird die Zeile entfernt.
Was die Hosts-Datei nicht kann
Sie kennt keine Eintragsarten. Ein Mailserver, ein Textnachweis oder ein Verweis auf einen anderen Namen lassen sich darüber nicht abbilden; sie legt allein Namen auf Adressen.
Ebenso wenig wirkt sie auf andere Geräte. Für eine Abnahme im Team braucht jeder den Eintrag bei sich, oder es führt ein Weg über einen eigenen Resolver im Netzwerk.