Google Discover ist der Empfehlungsstrom in der Google-App und auf der Startseite mobiler Browser, der Inhalte vorschlägt, ohne dass jemand gesucht hat. Die Auswahl richtet sich nach Interessen, bisherigem Verhalten und Standort.
- Google Discover
Der Empfehlungsstrom in der Google-App, der Inhalte ohne Suchanfrage vorschlägt.
Beispiel: „Über Google Discover kamen an einem Tag mehr Besucher als sonst in einem Monat über die Suche.“Die Zahlen stehen in der Search Console in einem eigenen Bericht, getrennt von der Suche. Er erscheint erst, wenn eine Website dort Impressionen hat.
Der Strom ist flüchtig: Ein Beitrag läuft wenige Tage, danach versiegt der Zustrom so schnell, wie er kam.
Was in Google Discover erscheint
Inhalte mit Aktualität und erkennbarem Interesse: Nachrichten, Ratgeber zu Themen, die gerade besprochen werden, Beiträge mit starken Bildern. Produkt- und Leistungsseiten erscheinen dort praktisch nie, weil der Strom auf Lesen ausgelegt ist und nicht auf Kaufen.
Google nennt als Voraussetzung eine Seite, die für Menschen geschrieben ist, ein großes Bild ab 1.200 Pixel Breite und einen Titel, der den Inhalt benennt, ohne zu übertreiben. Übertreibung ist dabei ausdrücklich ein Ausschlussgrund.
Woran Google Discover hängt
An drei Dingen, die sich nur teilweise beeinflussen lassen. Am Thema, denn der Strom folgt Interessen und nicht Anfragen. Am Bild, weil es im Strom die Entscheidung trägt. Und an der Einschätzung der Quelle, die sich aus demselben speist wie die Bewertung in der Suche.
Was sich gar nicht beeinflussen lässt, ist der Zeitpunkt. Dieselbe Seite kann Wochen nach der Veröffentlichung plötzlich laufen, und niemand kann sagen, warum gerade dann.
Warum die Zahlen aus Google Discover so stark schwanken
Weil ein einzelner Beitrag den Ausschlag gibt. Ein Tag mit fünfzigtausend Aufrufen und drei Wochen mit nichts sind der Normalfall, und ein Monatsvergleich sagt in diesem Kanal wenig.
Für die Planung heißt das: Discover ist ein Mitnahmeeffekt und keine Grundlage. Wer Besucherzahlen darauf aufbaut, plant mit einem Kanal, der sich nicht steuern lässt.