GeoDNS ist die Auskunft je nach Herkunft des Fragenden, damit Besucher zum nächsten Standort finden. Dieselbe Domain führt in Hamburg auf einen anderen Server als in São Paulo.
- GeoDNS
Die Auskunft je nach Herkunft des Fragenden, damit Besucher zum nächsten Standort finden.
Beispiel: „Über GeoDNS landeten europäische Besucher in Frankfurt und amerikanische in Virginia.“Entschieden wird anhand der Adresse des fragenden Resolvers, teils ergänzt um die Angabe des groben Nutzernetzes aus der DNS-Erweiterung. Angeboten wird es von größeren Anbietern für DNS-Hosting.
Abgrenzung zu Anycast: Dieses verteilt über die Wegewahl im Netz und braucht dafür keine Entscheidung im DNS. GeoDNS entscheidet in der Antwort.
Wofür GeoDNS gebraucht wird
Für kurze Wege und für rechtliche Trennung. Kurze Wege bei weltweitem Publikum, rechtliche Trennung dort, wo Daten einer Region in dieser Region bleiben sollen.
Für eine Website mit Publikum in Deutschland lohnt es nicht: Ein Standort in Deutschland ist für alle nah genug, siehe Serverstandort.
Wo die Ungenauigkeit von GeoDNS liegt
Beim Resolver. Der Nameserver sieht den Resolver des Besuchers und nie den Besucher selbst; wer einen öffentlichen Dienst benutzt, erscheint unter Umständen in einem anderen Land, und die Antwort geht am Ziel vorbei.
Teilweise lösen das Zusatzangaben über das grobe Netz des Nutzers, die aber nicht jeder Resolver mitschickt und nicht jeder Dienst auswertet.
Was die Alternative zu GeoDNS ist
Ein Auslieferungsnetz. Dieses löst dieselbe Aufgabe über Anycast und eigene Standorte, ohne dass die Zone etwas davon wissen muss, und liefert zusätzlich Zwischenspeicher für Dateien.
Für die meisten Websites ist das der einfachere Weg, weil er mit einem Eintrag beginnt und keine Pflege je Region braucht, siehe CDN.