Round Robin DNS sind mehrere Adressen für denselben Namen, die reihum ausgegeben werden. Jeder Fragende bekommt die Liste in einer anderen Reihenfolge und nimmt in der Regel die erste.
- Round Robin DNS
Mehrere Adressen für denselben Namen, die reihum ausgegeben werden.
Beispiel: „Über Round Robin DNS verteilte sich der Verkehr grob gleichmäßig auf drei Server.“Umgesetzt wird es über mehrere Adresseinträge mit demselben Namen. Der Nameserver dreht die Reihenfolge bei jeder Antwort weiter; eine eigene Einstellung braucht es dafür meist nicht.
Abgrenzung zum Load Balancing: Dieses kennt den Zustand der Server und verteilt danach. Round Robin kennt ihn nicht und verteilt stur.
Was Round Robin DNS bringt
Eine grobe Verteilung ohne Zusatzgerät. Bei vielen Besuchern landen ungefähr gleich viele auf jeder Adresse, und das genügt, um die Last eines einzelnen Servers zu senken.
Dazu kommt ein Nebeneffekt: Moderne Browser probieren bei einer nicht erreichbaren Adresse die nächste aus der Liste, was einen Ausfall abmildert.
Warum Round Robin DNS keine echte Verteilung ist
Weil niemand prüft, ob die Ziele leben. Fällt ein Server aus, bleibt seine Adresse in der Antwort, und ein Teil der Besucher läuft in eine Zeitüberschreitung, bevor der Browser ausweicht.
Außerdem ist die Verteilung ungenau: Zwischenspeicher bei Resolvern halten eine Reihenfolge fest, und ein großer Anbieter schickt damit alle seine Nutzer auf dieselbe Adresse.
Wann Round Robin DNS genügt
Für gleichartige Server ohne Sitzungsbindung und ohne Zusage über Ausfallzeiten. Zwei Webserver mit denselben Inhalten sind der klassische Fall.
Sobald eine Anmeldung im Spiel ist oder ein Ausfall in Sekunden aufgefangen werden soll, führt der Weg über einen Verteiler vor den Servern, siehe DNS-Failover.