Ein CDN ist ein Netz verteilter Server, das die Dateien einer Website von dem Standort ausliefert, der dem Besucher am nächsten liegt. Die Abkürzung steht für Content Delivery Network, auf Deutsch etwa Netz zur Inhaltsauslieferung. Der eigene Server bleibt die Quelle, das Netz davor verteilt Kopien.
- CDN (Content Delivery Network)
Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.
Beispiel: „Seit das CDN die Bilder ausliefert, lädt die Seite in Zürich so schnell wie in Hamburg.“Auch: Content Delivery Network, Content Distribution Network. Die verteilten Standorte heißen Edge-Standorte, von englisch edge, Rand.
Abgrenzung zum Cache auf dem Server: Der spart die Arbeit am Aufbau der Seite. Das CDN spart den Weg durch das Netz.
Was ein CDN beschleunigt
Den Weg. Jede Anfrage über eine lange Strecke kostet Zeit, und zwar unabhängig von der Dateigröße: Signale brauchen für 8.000 Kilometer rund 40 Millisekunden je Richtung, und für den Verbindungsaufbau samt TLS fallen mehrere solche Runden an. Ein Standort in der Nähe schneidet all das ab.
Am stärksten wirkt das bei Bildern, Stylesheets und Skripten, also bei den vielen kleinen Dateien, aus denen eine Seite besteht. Das zeigt sich in den Core Web Vitals beim Aufbau des sichtbaren Bereichs.
Was ein CDN sonst noch bringt
Es nimmt Last und Datenmenge vom eigenen Server. Was aus dem Netz kommt, zählt nicht gegen das Traffic-Limit des Hostings, und der Server muss diese Dateien nicht mehr ausliefern.
Dazu kommt ein Schutzeffekt. Weil alle Anfragen zuerst beim CDN landen, fängt es Lastspitzen ab und hält einfache Angriffe vom Server fern. Die meisten Anbieter verbinden damit eine Filterung und die Auslieferung über HTTPS auch für Seiten, deren Server noch kein eigenes Zertifikat hat.
Wann ein CDN nicht lohnt
Wenn die Besucher ohnehin in der Nähe des Servers sitzen. Eine Seite für Hamburg mit einem Server in Deutschland gewinnt kaum etwas; dort bringen kleinere Bilder und ein Cache auf dem Server mehr.
Außerdem kommt eine Stelle dazu, die ausfallen und falsch zwischenspeichern kann. Alte Stände, die nach einer Änderung noch ausgeliefert werden, sind der häufigste Ärger, und bei personalisierten Seiten gehört genau geprüft, was zwischengespeichert werden darf. Beim Standort der Kopien ist zudem die Rechtslage zu klären.