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CDN (Content Delivery Network)

oder auch Content Delivery Network, Content Distribution Network

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

Ein CDN ist ein Netz verteilter Server, das die Dateien einer Website von dem Standort ausliefert, der dem Besucher am nächsten liegt. Die Abkürzung steht für Content Delivery Network, auf Deutsch etwa Netz zur Inhaltsauslieferung. Der eigene Server bleibt die Quelle, das Netz davor verteilt Kopien.

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.
Beispiel: „Seit das CDN die Bilder ausliefert, lädt die Seite in Zürich so schnell wie in Hamburg.“

Auch: Content Delivery Network, Content Distribution Network. Die verteilten Standorte heißen Edge-Standorte, von englisch edge, Rand.

Abgrenzung zum Cache auf dem Server: Der spart die Arbeit am Aufbau der Seite. Das CDN spart den Weg durch das Netz.

Zwei Wege untereinander, jeweils mit Anfrage und Rücklieferung: Oben fragt der Besucher in Zürich den Ursprungsserver in Hamburg, und jede Datei nimmt den langen Weg zurück. Unten liefert der CDN-Standort in Zürich, der nur zum Nachladen beim Ursprung anfragt.
Der Gewinn liegt in der Strecke, die jede einzelne Datei spart, und nicht in der Größe der Datei.

Was ein CDN beschleunigt

Den Weg. Jede Anfrage über eine lange Strecke kostet Zeit, und zwar unabhängig von der Dateigröße: Signale brauchen für 8.000 Kilometer rund 40 Millisekunden je Richtung, und für den Verbindungsaufbau samt TLS fallen mehrere solche Runden an. Ein Standort in der Nähe schneidet all das ab.

Am stärksten wirkt das bei Bildern, Stylesheets und Skripten, also bei den vielen kleinen Dateien, aus denen eine Seite besteht. Das zeigt sich in den Core Web Vitals beim Aufbau des sichtbaren Bereichs.

Was ein CDN sonst noch bringt

Es nimmt Last und Datenmenge vom eigenen Server. Was aus dem Netz kommt, zählt nicht gegen das Traffic-Limit des Hostings, und der Server muss diese Dateien nicht mehr ausliefern.

Dazu kommt ein Schutzeffekt. Weil alle Anfragen zuerst beim CDN landen, fängt es Lastspitzen ab und hält einfache Angriffe vom Server fern. Die meisten Anbieter verbinden damit eine Filterung und die Auslieferung über HTTPS auch für Seiten, deren Server noch kein eigenes Zertifikat hat.

Wann ein CDN nicht lohnt

Wenn die Besucher ohnehin in der Nähe des Servers sitzen. Eine Seite für Hamburg mit einem Server in Deutschland gewinnt kaum etwas; dort bringen kleinere Bilder und ein Cache auf dem Server mehr.

Außerdem kommt eine Stelle dazu, die ausfallen und falsch zwischenspeichern kann. Alte Stände, die nach einer Änderung noch ausgeliefert werden, sind der häufigste Ärger, und bei personalisierten Seiten gehört genau geprüft, was zwischengespeichert werden darf. Beim Standort der Kopien ist zudem die Rechtslage zu klären.

Siehe auch:

Traffic-Limit

Die Datenmenge, die ein Hosting-Tarif im Monat ausliefern darf.

#Hosting & Webserver

Ladezeit

Die Zeit vom Aufruf einer Seite bis zu dem Moment, in dem sie benutzbar ist.

Core Web Vitals

Drei Messwerte von Google für das, was Besucher beim Laden und Bedienen einer Seite erleben.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Serverstandort

Der Ort, an dem der Server einer Website steht, samt dessen Folgen für Geschwindigkeit und Recht.

#Hosting & Webserver

Load Balancing

Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird.

#Hosting & Webserver

CMS-Cache (Seitencache)

Der Zwischenspeicher, aus dem fertig berechnete Seiten ausgeliefert werden.

#Content-Management-Systeme (CMS)