Ein Gastbeitrag ist ein Fachbeitrag, den jemand für eine fremde Website schreibt, meist mit einem Verweis auf die eigene. Er ist seit Jahren eines der gebräuchlichsten Mittel im Linkaufbau und zugleich eines der am häufigsten missbrauchten.
- Gastbeitrag
Ein Fachbeitrag, den jemand für eine fremde Website schreibt, meist mit einem Verweis auf die eigene.
Beispiel: „Der Gastbeitrag im Fachmagazin brachte Leser, Anfragen und nebenbei einen Verweis.“Auch: Gastartikel, Fachbeitrag. Im Linkaufbau wird oft von Guest Posting gesprochen, wenn die Menge wichtiger ist als der Inhalt.
Abgrenzung zum Paid Link: Sobald für die Veröffentlichung gezahlt wird, gehört der Verweis gekennzeichnet, auch wenn der Text redaktionell ist.
Wann ein Gastbeitrag trägt
Wenn er dort steht, wo die eigene Zielgruppe liest, und etwas sagt, das sie nicht schon kennt. Dann bringt er dreierlei: Leser, die den Namen zum ersten Mal sehen, einen Verweis aus einem fachlich passenden Umfeld und eine Erwähnung, die auch außerhalb der Suche wirkt.
Der Maßstab ist einfach: Würde man den Beitrag auch ohne Verweis schreiben? Wenn ja, stimmt die Richtung. Wenn nein, geht es um den Link, und das merkt man dem Text an.
Wo beim Gastbeitrag die Grenze zum Verstoß verläuft
Google nennt in den Richtlinien zu Spam ausdrücklich Beiträge, die in großem Umfang veröffentlicht werden und vor allem der Verlinkung dienen. Betroffen ist die Masse und nicht der einzelne Beitrag: dieselbe Vorlage auf dreißig Websites, Ankertexte mit dem Wunschbegriff, Themen ohne Bezug zur Website, auf der sie stehen.
Bezahlte Veröffentlichungen fallen ebenfalls darunter, solange sie nicht gekennzeichnet sind. Wer zahlt und den Verweis mit rel=„sponsored“ versieht, ist auf der sicheren Seite und bekommt die Reichweite ohne das Risiko.
Was einen guten Gastbeitrag ausmacht
Dass er für das Medium geschrieben ist und nicht für die eigene Website. Thema, Ton und Länge richten sich nach dem, was dort üblich ist; der Verweis steht an der Stelle, an der er den Leser weiterbringt, und nicht dreimal im Text.
Dazu gehört die Auswahl. Fünf Medien, bei denen die eigene Zielgruppe liest, tragen mehr als fünfzig, die Beiträge annehmen. Die Frage nach der Leserschaft kommt vor der Frage nach der Domain Authority.