Ein Backlink ist ein Link von einer fremden Website auf die eigene. Für Suchmaschinen ist er seit den Anfängen ein Hinweis darauf, dass eine Seite etwas taugt: Wer verlinkt, empfiehlt. Das Wort ist eine Rückübersetzung aus dem Englischen und meint den Verweis aus der Sicht des Ziels.
- Backlink
Ein Link von einer fremden Website auf die eigene.
Beispiel: „Der Fachbeitrag brachte einen Backlink von einer Hochschulseite.“Auch: Inbound Link, Rückverweis. Aus der Sicht der verweisenden Seite ist derselbe Link ein ausgehender Link.
Abgrenzung zum internen Link: Der verbindet zwei Seiten derselben Website. Beide zählen, aber auf verschiedene Weise.
Was einen Backlink wertvoll macht
Vier Dinge, und die Zahl gehört nicht dazu. Erstens die Seite, von der er kommt: Was gilt sie selbst, wer liest sie? Zweitens der Zusammenhang: Ein Verweis aus einem Fachbeitrag zum selben Thema trägt mehr als einer aus einer Linkliste. Drittens die Stelle im Dokument: mitten im Text mehr als im Seitenfuß. Viertens der Ankertext, der sagt, worum es beim Ziel geht.
Daraus folgt eine unbequeme Rechnung. Zwanzig Verweise aus Verzeichnissen ohne Leser können weniger bewirken als ein einziger aus einem gelesenen Fachbeitrag, und sie kosten mehr Zeit.
Wie man die eigenen Backlinks findet
Über die Search Console, die unter „Links“ die verweisenden Domains und die meistverlinkten Seiten auflistet. Sie zeigt nur einen Ausschnitt, ist dafür aber kostenlos und stammt von der Quelle. Werkzeuge von Drittanbietern finden mehr, schätzen aber und bewerten nach eigenen Maßstäben.
Für die Arbeit zählt weniger die Gesamtzahl als die Entwicklung: Kommen neue Verweise dazu, und aus welchen Ecken? Ein Sprung nach oben ohne erkennbaren Anlass ist ein Grund, genauer hinzusehen.
Was ein Backlink heute noch bewirkt
Er bleibt eines der stärksten Signale außerhalb der eigenen Website, hat aber an Alleinstellung verloren. Google wertet heute zusätzlich Erwähnungen ohne Link, und in Antwortsystemen zählt, ob eine Marke in belastbaren Quellen vorkommt.
Die Arbeit daran bleibt deshalb dieselbe und bekommt einen zweiten Nutzen: Wer dafür sorgt, dass über ihn geschrieben wird, gewinnt Verweise und zugleich die Erwähnungen, aus denen Sprachmodelle ihr Bild zusammensetzen.