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Domainhandel

oder auch Treuhandservice (Domainkauf)

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Domainhandel ist der Kauf und Verkauf bereits vergebener Domains. Gehandelt wird dabei das Nutzungsrecht am Namen: Der Inhaber wechselt, die Domain bleibt dieselbe.

Domainhandel

Der Kauf und Verkauf bereits vergebener Domains.
Beispiel: „Im Domainhandel wechselte die Adresse für einen fünfstelligen Betrag den Inhaber.“

Auch: Domain Trading, Aftermarket, Zweitmarkt. Die Branche spricht vom Sekundärmarkt im Gegensatz zur Erstregistrierung.

Abgrenzung zum Domain Grabber: Der Handel mit Namen ist erlaubt. Verboten ist das gezielte Besetzen fremder Marken, um sie deren Inhabern anzubieten.

Wie der Domainhandel abläuft

Über einen Marktplatz oder direkt. Auf Marktplätzen wie Sedo stehen Domains mit Festpreis oder zur Auktion; daneben läuft vieles über eine Anfrage an den Inhaber, dessen Adresse sich aus dem Impressum der Seite ergibt.

Bezahlt wird üblicherweise über einen Treuhanddienst: Das Geld geht dorthin, der Verkäufer überträgt die Domain, und erst danach wird ausgezahlt. Bei größeren Beträgen ist ein schriftlicher Kaufvertrag üblich, der auch Marken- und Namensrechte regelt.

Wie der Übergang abgesichert wird

Durch die Reihenfolge. Zuerst wechselt der Inhaber bei der Vergabestelle, dann folgt die Zahlung oder umgekehrt, je nachdem wer das Risiko trägt. Der Treuhanddienst löst dieses Problem, indem er zwischen beiden steht.

Zu bedenken ist die Sperre nach einem Inhaberwechsel: Bei den allgemeinen Endungen lässt sich die Domain danach sechzig Tage lang nicht zu einem anderen Anbieter umziehen. Wer das nicht weiß, hält den Kauf für gescheitert.

Welche Preise üblich sind

Alles zwischen fünfzig Euro und mehreren Millionen. Den Ausschlag geben Länge, Sprache, Endung und die Frage, ob der Name ein geläufiges Wort ist. Kurze deutsche Hauptwörter unter .de liegen regelmäßig im vier- bis fünfstelligen Bereich.

Für ein Unternehmen lohnt der Kauf, wenn der Name die eigene Marke ist oder wenn er Werbung spart, weil ihn jeder errät. Als Geldanlage ist das Feld dagegen schwierig: Die meisten gehandelten Domains finden nie einen Käufer.

Siehe auch:

Domainbewertung

Die Schätzung des Wertes einer Domain vor einem Kauf oder Verkauf.

#Domains

Premium-Domain

Eine Domain, die die Vergabestelle oder ein Händler zu einem erhöhten Preis anbietet.

#Domains

Domainportfolio

Die Gesamtheit der Domains, die ein Unternehmen hält.

#Domains

Backorder (Domain-Snapping)

Die Vormerkung auf eine Domain, die demnächst frei wird.

#Domains

Registrant (Domaininhaber)

Die Person oder Firma, auf die eine Domain eingetragen ist.

#Domains

Domain

Der Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.

#Domains