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Domainportfolio

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Das Domainportfolio ist die Gesamtheit der Domains, die ein Unternehmen hält: die Hauptadresse, Schreibvarianten, alte Firmennamen, Kampagnenadressen und die Endungen der Länder, in denen es verkauft.

Domainportfolio

Die Gesamtheit der Domains, die ein Unternehmen hält.
Beispiel: „Im Domainportfolio lagen vierzig Namen, acht davon kannte niemand mehr.“

Auch: Domainbestand. Bei größeren Unternehmen gehört die Verwaltung in dieselbe Hand wie die der Marken.

Abgrenzung zur Domainstrategie: Diese legt fest, welche Domains gehalten werden sollen. Das Portfolio ist das, was tatsächlich da ist.

Was zu einem Domainportfolio gehört

Mehr als die Hauptdomain. Üblich sind: dieselbe Adresse unter zwei bis drei Endungen, die häufigsten Tippfehler, Schreibweisen mit und ohne Bindestrich, Umlautfassungen, die Namen abgelöster Marken und Produkte sowie die Adressen vergangener Kampagnen.

Jede davon kostet jährlich Geld und bindet Aufmerksamkeit. Ein Portfolio wächst still, weil jede einzelne Registrierung billig aussieht, und wird erst teuer, wenn man es zusammenzählt.

Warum es regelmäßig durchgesehen wird

Weil die Hälfte des Bestands meist nichts mehr tut. Einmal im Jahr lohnt eine Liste mit vier Spalten: Name, Zweck, Ziel, Ablaufdatum. Was keinen Zweck mehr hat und auf nichts zeigt, kann auslaufen.

Zwei Ausnahmen gehören festgehalten: Domains, die noch irgendwo verlinkt sind, und solche, deren Verlust jemandem nützen würde, etwa der eigene Markenname unter einer anderen Endung. Beides bleibt, auch wenn es ungenutzt ist.

Wie sich die Verwaltung bündeln lässt

Bei einem Anbieter. Verteilte Bestände sind die häufigste Ursache für verlorene Domains: Drei Anbieter, drei Rechnungsadressen, und irgendwann liest niemand mehr die Mahnung des dritten. Ein Umzug kostet nur den Auth-Code und etwas Geduld.

Für die Zugänge gilt dasselbe wie für jedes andere wichtige Konto: ein eigenes Postfach für die Domaindaten, Zwei-Faktor-Anmeldung und eine Vertretung, die im Urlaubsfall herankommt.

Siehe auch:

Domainstrategie

Die Festlegung, welche Domains ein Unternehmen hält und wofür sie stehen.

#Domains

Domainverlängerung

Die Zahlung, mit der eine Domain für eine weitere Laufzeit erhalten bleibt.

#Domains

Domain Parking

Das Abstellen einer Domain auf einer Platzhalterseite, oft mit Werbung.

#Domains

Registrar

Der Anbieter, über den sich eine Domain registrieren und verwalten lässt.

#Domains

Domain

Der Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.

#Domains

Domainhandel

Der Kauf und Verkauf bereits vergebener Domains.

#Domains