Das Domainportfolio ist die Gesamtheit der Domains, die ein Unternehmen hält: die Hauptadresse, Schreibvarianten, alte Firmennamen, Kampagnenadressen und die Endungen der Länder, in denen es verkauft.
- Domainportfolio
Die Gesamtheit der Domains, die ein Unternehmen hält.
Beispiel: „Im Domainportfolio lagen vierzig Namen, acht davon kannte niemand mehr.“Auch: Domainbestand. Bei größeren Unternehmen gehört die Verwaltung in dieselbe Hand wie die der Marken.
Abgrenzung zur Domainstrategie: Diese legt fest, welche Domains gehalten werden sollen. Das Portfolio ist das, was tatsächlich da ist.
Was zu einem Domainportfolio gehört
Mehr als die Hauptdomain. Üblich sind: dieselbe Adresse unter zwei bis drei Endungen, die häufigsten Tippfehler, Schreibweisen mit und ohne Bindestrich, Umlautfassungen, die Namen abgelöster Marken und Produkte sowie die Adressen vergangener Kampagnen.
Jede davon kostet jährlich Geld und bindet Aufmerksamkeit. Ein Portfolio wächst still, weil jede einzelne Registrierung billig aussieht, und wird erst teuer, wenn man es zusammenzählt.
Warum es regelmäßig durchgesehen wird
Weil die Hälfte des Bestands meist nichts mehr tut. Einmal im Jahr lohnt eine Liste mit vier Spalten: Name, Zweck, Ziel, Ablaufdatum. Was keinen Zweck mehr hat und auf nichts zeigt, kann auslaufen.
Zwei Ausnahmen gehören festgehalten: Domains, die noch irgendwo verlinkt sind, und solche, deren Verlust jemandem nützen würde, etwa der eigene Markenname unter einer anderen Endung. Beides bleibt, auch wenn es ungenutzt ist.
Wie sich die Verwaltung bündeln lässt
Bei einem Anbieter. Verteilte Bestände sind die häufigste Ursache für verlorene Domains: Drei Anbieter, drei Rechnungsadressen, und irgendwann liest niemand mehr die Mahnung des dritten. Ein Umzug kostet nur den Auth-Code und etwas Geduld.
Für die Zugänge gilt dasselbe wie für jedes andere wichtige Konto: ein eigenes Postfach für die Domaindaten, Zwei-Faktor-Anmeldung und eine Vertretung, die im Urlaubsfall herankommt.