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Registry

oder auch Registrierungsstelle, Vergabestelle

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Eine Registry ist die Stelle, die eine Top-Level-Domain betreibt. Sie führt das Verzeichnis aller Domains unter ihrer Endung, betreibt deren Nameserver und legt die Regeln der Vergabe fest.

Registry

Die Stelle, die eine Top-Level-Domain betreibt und ihr Verzeichnis führt.
Beispiel: „Die Registry hinter .de ist eine Genossenschaft mit Sitz in Frankfurt.“

Auch: Registrierungsstelle, Vergabestelle, NIC (Network Information Center). Die Begriffe meinen dieselbe Rolle.

Abgrenzung zum Registrar: Dieser verkauft an Endkunden und meldet dort an. Die Registry hat keinen Vertrag mit dem Inhaber einer einzelnen Domain.

Was eine Registry macht

Drei Dinge. Sie führt die Datenbank aller registrierten Namen ihrer Endung. Sie veröffentlicht daraus die Zonendatei, über die das Namenssystem die zuständigen Nameserver jeder Domain findet. Und sie setzt die Vergaberegeln durch, von den erlaubten Zeichen bis zum Streitverfahren.

Technisch ist das eine Daueraufgabe: Die Nameserver einer großen Endung beantworten Milliarden Anfragen am Tag und müssen weltweit erreichbar bleiben. Deshalb betreibt jede Registry ihre Server mehrfach und an mehreren Orten.

Wer die bekannten Endungen betreibt

.de liegt bei der DENIC in Frankfurt, einer Genossenschaft ihrer Mitglieder. .com und .net betreibt Verisign, ein amerikanisches Unternehmen. .at liegt bei nic.at in Salzburg, .ch bei Switch in Zürich.

Bei den neuen Endungen ist das Feld bunter: Städte betreiben ihre eigene Endung, Konzerne ihre Marke, und einige Unternehmen haben sich auf den Betrieb Dutzender Endungen spezialisiert. Für den Kunden ändert das nichts, weil er weiterhin mit seinem Registrar zu tun hat.

Warum die Registry trotzdem wichtig ist

Weil ihre Regeln gelten. Ob eine Endung einen Wohnsitz im Land verlangt, wie lange eine abgelaufene Domain aufgehoben wird und was bei einem Streit um einen Namen geschieht, entscheidet die Registry und nicht der Anbieter.

Für die Praxis heißt das: Bevor eine ungewohnte Endung registriert wird, lohnt ein Blick in deren Bedingungen. Zwei Fragen genügen meistens: Wer darf registrieren, und was passiert, wenn die Verlängerung einmal scheitert.

Siehe auch:

Registrar

Der Anbieter, über den sich eine Domain registrieren und verwalten lässt.

#Domains

Top-Level-Domain (TLD)

Der letzte Teil eines Domainnamens, die Endung hinter dem letzten Punkt.

#Domains

DENIC

Die Genossenschaft, die die Endung .de betreibt.

#Domains

ICANN

Die Organisation, die weltweit die Vergabe von Namen und Nummern im Internet ordnet.

#Domains

Nameserver

Ein Server, der die Einträge einer Domain kennt und auf Anfragen dazu antwortet.

#DNS & Nameserver

Zone File

Die Datei, in der alle DNS-Einträge einer Domain stehen.

#DNS & Nameserver