Eine Backorder ist die Vormerkung auf eine Domain, die demnächst frei wird. Ein Dienst beobachtet den Namen und versucht im Moment der Freigabe, ihn als Erster zu registrieren.
- Backorder (Domain-Snapping)
Die Vormerkung auf eine Domain, die demnächst frei wird.
Beispiel: „Die Backorder lief ins Leere, ein anderer Dienst war schneller.“Auch: Domain-Snapping, Domain-Catching, Vormerkung. Anbieter dafür heißen Backorder-Dienste oder Drop-Catcher.
Abgrenzung zum Domainhandel: Dort wird eine vergebene Domain gekauft. Bei der Backorder wartet man darauf, dass sie überhaupt erst frei wird.
Wie das Rennen abläuft
In Sekundenbruchteilen. Zum Zeitpunkt der Freigabe schicken Dutzende Dienste gleichzeitig Registrierungsanfragen an die Vergabestelle. Wer durchkommt, bekommt den Namen; wer nicht, bekommt sein Geld zurück oder zahlt gar nichts.
Große Dienste haben dafür mehrere Zugänge bei der Vergabestelle und erhöhen so ihre Chancen. Fällt ein begehrter Name an mehrere von ihnen zugleich, versteigern sie ihn anschließend unter ihren eigenen Kunden.
Was eine Backorder kostet
Zwischen zehn und achtzig Euro, je nach Dienst, oft nur im Erfolgsfall. Bei begehrten Namen kommt die Versteigerung dazu, und dann entscheidet das Gebot statt der Technik.
Für gewöhnliche Namen lohnt der Aufwand selten. Eine Domain, auf die niemand sonst wartet, lässt sich am Tag nach der Freigabe ganz normal registrieren.
Wie hoch die Aussichten sind
Bei einem Namen ohne Nachfrage nahe hundert Prozent, bei einem gefragten nahe null. Dazwischen entscheidet, wie viele Dienste mitbieten und wie gut der eigene angebunden ist.
Wer die Domain wirklich braucht, hat den sichereren Weg vor sich: den jetzigen Inhaber fragen. Das kostet oft weniger als ein Versteigerungsgebot und endet nicht in einem Rennen, das andere gewinnen.