Ein CAPTCHA ist eine Aufgabe auf einer Website, die Menschen von automatisierten Zugriffen unterscheiden soll. Die Abkürzung steht für einen vollautomatischen öffentlichen Turing-Test zur Unterscheidung von Computern und Menschen.
- CAPTCHA
Eine Aufgabe auf einer Website, die Menschen von automatisierten Zugriffen unterscheiden soll.
Beispiel: „Das CAPTCHA hielt den Formularspam auf und kostete jeden Besucher zehn Sekunden.“Auch: Der häufigste Einsatzort sind Kontaktformulare, Anmeldungen und Registrierungen, also überall dort, wo eine Maschine etwas auslösen kann.
Abgrenzung zum Rate Limiting: Das begrenzt die Menge der Anfragen und fällt niemandem auf. Ein CAPTCHA verlangt Arbeit von jedem Besucher.
Welche Arten von CAPTCHA es gibt
Bildaufgaben: Verkehrsschilder anklicken, Zeichen abtippen.
Unsichtbare Prüfung: Der Dienst bewertet Verhalten und Herkunft und fragt nur im Zweifel nach.
Rechenaufgabe im Hintergrund: Der Browser löst eine Aufgabe, die Zeit kostet.
Verstecktes Feld: Ein für Menschen unsichtbares Formularfeld, das nur Maschinen ausfüllen.
Die Erkennungsleistung heutiger Bilderkennung hat die erste Gruppe entwertet. Maschinen lösen Bildaufgaben inzwischen zuverlässiger als Menschen, was den Aufwand vor allem bei den Besuchern lässt.
Was ein CAPTCHA kostet
Drei Dinge. Zugänglichkeit, weil Bild- und Hörfassungen für einen Teil der Nutzer unbrauchbar sind. Abschlüsse, weil jede zusätzliche Hürde vor dem Absenden Abbrüche erzeugt. Und Datenschutz, weil die verbreiteten Dienste in den USA betrieben werden und Daten der Besucher dorthin übertragen, siehe DSGVO-konformes Hosting.
Was statt eines CAPTCHA hilft
Für Formulare meist das versteckte Feld, ergänzt um eine Zeitmessung: Wer ein Formular in zwei Sekunden ausfüllt, ist keine Person. Für Anmeldungen wirkt Rate Limiting je Konto und Netz, für ganze Seiten ein Filter davor. Ein CAPTCHA bleibt für die Fälle, in denen ein Angreifer gezielt wiederkommt.