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Credential Stuffing

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Credential Stuffing ist das automatisierte Ausprobieren geleakter Zugangsdaten bei anderen Diensten. Die Daten stammen aus früheren Einbrüchen und werden in großen Listen gehandelt; der Angriff selbst ist nur noch Fleißarbeit für ein Skript.

Credential Stuffing

Das automatisierte Ausprobieren geleakter Zugangsdaten bei anderen Diensten.
Beispiel: „Das Credential Stuffing traf den Shop mit Daten aus einem fremden Leak von 2019.“

Auch: Die Trefferquote liegt im Bereich weniger Zehntelprozent. Bei Millionen von Versuchen genügt das.

Abgrenzung zum Brute-Force-Angriff: Dort wird geraten. Hier ist das Passwort echt, nur eben für einen anderen Dienst.

Warum Credential Stuffing funktioniert

Weil dieselben Zugangsdaten an mehreren Stellen liegen. Wer sein Passwort aus dem Forum auch im Shop benutzt, verbindet beide Konten miteinander, und das schwächere bestimmt die Sicherheit. Dazu kommt, dass viele Leaks erst Jahre später auffallen und Passwörter selten gewechselt werden.

Wie sich Credential Stuffing erkennen lässt

An der Form der Anfragen. Viele Anmeldeversuche mit jeweils einem einzigen Versuch je Konto, verteilt über Hunderte von Adressen, oft mit gleichbleibendem Browserkennzeichen und in festem Takt. Ein plötzlicher Anstieg fehlgeschlagener Anmeldungen bei gleichzeitig ungewöhnlich vielen Erfolgen gehört ebenfalls dazu.

Was gegen Credential Stuffing hilft

Auf der Serverseite Rate Limiting je Konto und je Netz, eine Prüfung neuer Passwörter gegen bekannte Leak-Listen und ein zweiter Faktor für alles, was Geld oder Daten bewegt. Auf der Nutzerseite löst ein Passwortmanager das Grundproblem, weil er für jeden Dienst ein eigenes Passwort anlegt.

Siehe auch:

Brute-Force-Angriff

Das systematische Durchprobieren von Passwörtern, bis eines passt.

#Web-Security

Passwortmanager

Ein Programm, das Zugangsdaten verschlüsselt speichert und auf der passenden Seite einsetzt.

#Web-Security

Passkey

Ein Schlüsselpaar, mit dem sich jemand bei einem Dienst anmeldet, gebunden an dessen Adresse.

#Web-Security

Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)

Die Anmeldung mit zwei Nachweisen aus verschiedenen Gruppen, etwa Passwort und Code aus einer App.

#Web-Security

Phishing

Der Versuch, Zugangsdaten mit einer gefälschten Nachricht und einer nachgebauten Anmeldeseite abzugreifen.

#Web-Security

Rate Limiting

Die Begrenzung, wie viele Anfragen ein Nutzer oder Programm in einer Zeitspanne stellen darf.

#Künstliche Intelligenz (KI) #Web-Security