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DDoS-Angriff

oder auch DDoS, Distributed Denial of Service

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Ein DDoS-Angriff überlastet einen Dienst mit Anfragen aus vielen Quellen gleichzeitig. Die Abkürzung steht für Distributed Denial of Service, also für eine verteilt herbeigeführte Verweigerung des Dienstes. Die Website bleibt technisch heil und ist trotzdem nicht erreichbar.

DDoS-Angriff

Ein Angriff, der einen Dienst mit Anfragen aus vielen Quellen gleichzeitig überlastet.
Beispiel: „Der DDoS-Angriff traf den Shop am ersten Tag des Schlussverkaufs.“

Auch: Die Quellen sind meist gekaperte Geräte, zusammengefasst zu einem Botnetz. Oft genügen dafür Router, Kameras und Rekorder mit Standardpasswort.

Abgrenzung zum einfachen DoS: Der kommt aus einer Quelle und lässt sich sperren. Beim verteilten Angriff ist jede einzelne Anfrage unauffällig.

Wie ein DDoS-Angriff abläuft

Auf zwei Arten. Die eine füllt die Leitung mit Datenmenge, oft über Verstärkung: Eine kleine Anfrage an einen fremden Dienst erzeugt eine große Antwort an das Opfer. Die andere zielt auf die Anwendung und fragt genau die Seiten ab, die teuer sind, etwa eine Suche ohne Zwischenspeicher. Die zweite Art braucht deutlich weniger Datenverkehr und fällt dafür später auf.

Die Größenordnung hat sich verschoben. Cloudflare meldet als bisher größten abgewehrten Angriff 31,4 Terabit je Sekunde, gemessen Ende 2025 und Anfang 2026 veröffentlicht. Gegen solche Mengen hilft am eigenen Server nichts mehr.

Was gegen einen DDoS-Angriff hilft

Ein Netz, das größer ist als der Angriff. In der Praxis heißt das ein CDN oder ein Schutzdienst davor, der den Verkehr filtert, bevor er den eigenen Server erreicht. Dazu kommen Rate Limiting für teure Seiten, Zwischenspeicher für alles, was sich zwischenspeichern lässt, und eine Web Application Firewall für die Anfragen, die wie echte Besucher aussehen.

Was ein DDoS-Angriff kostet

Mehr als die Ausfallzeit. Dazu kommen der verbrauchte Datenverkehr, der je nach Vertrag berechnet wird, die Arbeitszeit für die Abwehr und der Umsatz, der in diesen Stunden nicht entsteht. Wer einen Schutzdienst erst während des Angriffs einrichtet, zahlt zusätzlich die Eile.

Siehe auch:

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.

#Hosting & Webserver

Rate Limiting

Die Begrenzung, wie viele Anfragen ein Nutzer oder Programm in einer Zeitspanne stellen darf.

#Künstliche Intelligenz (KI) #Web-Security

Firewall

Ein Filter, der Netzverbindungen nach festen Regeln zulässt oder abweist.

#Hosting & Webserver

Malware

Der Oberbegriff für Software, die auf einem Gerät Schaden anrichtet oder es fremd steuert.

#Web-Security

Web Application Firewall (WAF)

Ein Filter vor der Anwendung, der Anfragen auf bekannte Angriffsmuster prüft.

#Web-Security

Logfile-Analyse

Die Auswertung der Protokolldateien eines Servers, um zu sehen, wer wann was abgerufen hat.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)