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DSGVO-konformes Hosting

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

DSGVO-konformes Hosting ist Hosting, das die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung an die Verarbeitung personenbezogener Daten erfüllt. Der Anbieter ist dabei Auftragsverarbeiter, verantwortlich bleibt der Betreiber der Website. Ein Siegel des Anbieters nimmt diese Verantwortung nicht ab.

DSGVO-konformes Hosting

Hosting, das die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung an die Verarbeitung erfüllt.
Beispiel: „Für das Projekt der Klinik brauchen wir DSGVO-konformes Hosting mit Standort in Deutschland.“

Auch: datenschutzkonformes Hosting. Grundlage ist ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO, kurz AV-Vertrag.

Abgrenzung zum Serverstandort: Der ist eine der Angaben, auf die es ankommt, und allein genügt er nicht.

Was DSGVO-konformes Hosting verlangt

Einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, der die Weisungsgebundenheit, die Löschung am Ende und die Unterauftragsverarbeiter regelt. Dazu ein Verzeichnis dieser Unterauftragsverarbeiter, denn jeder Dienst hinter dem Anbieter gehört dazu, von der Sicherung bis zur Auswertung der Protokolle.

Technisch gehören Maßnahmen nach Artikel 32 dazu: verschlüsselte Übertragung, Zugriffsbeschränkung, Protokollierung von Zugriffen und eine Sicherung, deren Wiederherstellung geprüft wurde. Das ist derselbe Katalog, der ohnehin zum ordentlichen Betrieb gehört.

Wo bei DSGVO-konformem Hosting die Fallstricke liegen

In den Diensten drumherum. Die Website liegt in Frankfurt, aber die Sicherung läuft in eine andere Region, das CDN hält Kopien weltweit, und die Serverprotokolle mit IP-Adressen werden bei einem dritten Anbieter ausgewertet. Jeder dieser Wege braucht eine Grundlage.

Der zweite Fallstrick sind Protokolldateien. IP-Adressen sind personenbezogene Daten, und Serverlogs, die unbegrenzt liegen bleiben, sind eine Speicherung ohne Zweck. Eine Löschfrist von wenigen Tagen bis Wochen und eine Logrotation, die sie durchsetzt, erledigen das.

Was du beim Anbieter abfragen solltest

Vier Punkte, und alle gehören schriftlich beantwortet. Wo stehen die Server, wo liegen die Sicherungen, welche Unterauftragsverarbeiter sind beteiligt, und wie lange werden Protokolle aufbewahrt. Dazu, wie der Anbieter bei einer Datenschutzverletzung informiert, denn die Meldefrist von 72 Stunden läuft gegen den Betreiber.

Was ein Siegel nicht ersetzt: die eigene Prüfung der Website. Einbindungen von außen, Schriftarten aus fremden Netzen, Karten und Videos übertragen Daten unabhängig vom Hosting, und daran ändert der Standort des Servers nichts.

Siehe auch:

Serverstandort

Der Ort, an dem der Server einer Website steht, samt dessen Folgen für Geschwindigkeit und Recht.

#Hosting & Webserver

Webhosting

Die Miete von Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server, damit eine Website erreichbar ist.

#Hosting & Webserver

Managed Hosting

Hosting, bei dem der Anbieter Betrieb, Updates und Sicherung des Servers übernimmt.

#Hosting & Webserver

Backup-Strategie im CMS

Die Festlegung, was wie oft gesichert wird und wie es zurückkommt.

#Content-Management-Systeme (CMS)

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.

#Hosting & Webserver

Datenschutz bei KI-Tools

Die Frage, welche personenbezogenen Daten in ein KI-Werkzeug dürfen und auf welcher Grundlage.

#Künstliche Intelligenz (KI)