Eine Web Application Firewall ist ein Filter vor der Anwendung, der Anfragen auf bekannte Angriffsmuster prüft. Sie sitzt zwischen Besucher und Website und entscheidet je Anfrage, ob sie durchgelassen, protokolliert oder abgewiesen wird.
- Web Application Firewall
Ein Filter vor der Anwendung, der Anfragen auf bekannte Angriffsmuster prüft.
Beispiel: „Die Web Application Firewall blockte die Versuche, bevor sie das CMS erreichten.“Auch: Kurz WAF. Zu haben als Dienst beim CDN, als Teil des Hostings oder als Modul auf dem eigenen Webserver.
Abgrenzung zur Firewall im Netz: Die entscheidet nach Adresse und Port. Eine WAF liest den Inhalt der Anfrage und versteht dabei HTTP.
Was eine Web Application Firewall leistet
Sie fängt ab, was nach einem bekannten Angriff aussieht: Eingaben mit Datenbankbefehlen, siehe SQL Injection, Skripte in Formularfeldern, siehe XSS, Aufrufe bekannter Lückenpfade, massenhafte Anmeldeversuche. Dazu kommt die virtuelle Reparatur: Eine Regel blockt den Weg zu einer frisch gemeldeten Lücke, bis das Update eingespielt ist.
Was eine Web Application Firewall nicht leistet
Sie ersetzt keine Updates und keinen sauberen Code. Sie kennt Muster, und was kein Muster hat, geht durch; Angriffe über gestohlene Zugangsdaten sehen für sie wie normale Anmeldungen aus. Dazu kommen Fehlalarme: Ein Fachtext über SQL kann aussehen wie ein Angriff, und ein blockiertes Formular fällt oft erst auf, wenn sich jemand beschwert.
Wie eine Web Application Firewall eingeführt wird
In zwei Stufen. Zuerst läuft sie mit und protokolliert nur, was sie blocken würde; diese Liste wird durchgesehen, und Regeln, die den eigenen Betrieb treffen, werden angepasst. Erst danach wird scharf geschaltet. Wer die erste Stufe überspringt, sperrt im Zweifel die eigene Redaktion aus.