Zum Inhalt springen

Image Classification (Bildklassifikation)

oder auch Bilderkennung, Bildklassifikation

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 18.10.2026

Image Classification ist das Einordnen eines Bildes in eine von mehreren vorgegebenen Klassen. Sie ist die einfachste Aufgabe der Computer Vision und war der Anlass für den Durchbruch der neuronalen Netze um 2012.

Image Classification (Bildklassifikation)

Das Einordnen eines Bildes in eine von mehreren vorgegebenen Klassen.
Beispiel: „Die Image Classification sortierte den Bildbestand in Innenaufnahme, Außenaufnahme und Produktfoto.“

Das Ergebnis ist nicht eine Klasse, sondern eine Verteilung: für jede Klasse ein Wert, und die Werte ergeben zusammen eins. Was als Antwort gilt, entscheidet eine Schwelle.

Die Klassen müssen vorher feststehen und vollständig sein. Ein Bild, das in keine passt, wird trotzdem einer zugeordnet, und zwar mit hoher Sicherheit.

Wofür das im Projektalltag taugt

Für das Sortieren von Bildbeständen. Welche der 12.000 Dateien aus dem alten Shop sind Produktfotos, welche Stimmungsbilder, welche Scans von Prospekten: Das von Hand zu machen kostet Tage, mit einem angepassten Modell eine Stunde Rechenzeit und eine Stunde Nachkontrolle. Dasselbe gilt für die Vorauswahl, welche Bilder überhaupt einen Alt-Text brauchen.

Warum der Sicherheitswert täuscht

Weil er keine Wahrscheinlichkeit ist. Ein Wert von 0,97 heißt nicht, dass die Antwort in 97 von 100 Fällen stimmt; er heißt nur, dass diese Klasse unter den vorgegebenen am besten passt. Neuronale Netze sind dabei verlässlich überzeugt von sich, auch bei Bildern, die mit keiner Klasse zu tun haben.

Was in die Abnahme gehört

Eine Confusion Matrix und nicht eine Gesamtquote. Erst sie zeigt, welche Klasse mit welcher verwechselt wird, und genau das entscheidet über die Brauchbarkeit: Ein Modell, das Stimmungsbilder und Produktfotos sauber trennt und bei zwei Produktarten schwankt, ist für den Zweck oben völlig ausreichend.

Was mit Bildern passiert, die in keine Klasse passen

Sie brauchen eine eigene Klasse. Ohne eine Restklasse ordnet das Modell jedes Bild einer der vorgesehenen zu, und zwar mit hoher Sicherheit; das ist der häufigste Grund für unerklärliche Ergebnisse im Betrieb. Die Restklasse muss im Training mit Beispielen gefüllt werden, sonst bleibt sie leer.

Siehe auch:

Object Detection (Objekterkennung)

Das Auffinden von Gegenständen in einem Bild samt Angabe, wo sie liegen.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Computer Vision

Das Teilgebiet der KI, das Bilder und Videos auswertet und einordnet.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Convolutional Neural Network (CNN)

Ein neuronales Netz, das Bilder über verschiebbare Filter auswertet.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Supervised Learning

Maschinelles Lernen aus Beispielen, bei denen die richtige Antwort mitgeliefert wird.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Confusion Matrix

Eine Tabelle, die Vorhersagen und tatsächliche Werte gegenüberstellt.

#Künstliche Intelligenz (KI)

Alt-Text

Textfassung eines Bildes, die beschreibt, was es zeigt, wenn das Bild nicht ankommt.

#Website-Struktur