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Bewertungsmanagement

oder auch Review Management

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026
(aktualisiert 27.10.2026)

Bewertungsmanagement ist der planmäßige Umgang mit Kundenbewertungen: sie erbitten, beantworten und auswerten. Für örtliche Betriebe ist es einer der wenigen Hebel, die zugleich auf die Sichtbarkeit und auf die Entscheidung des Lesers wirken.

Bewertungsmanagement

Der planmäßige Umgang mit Kundenbewertungen: sie erbitten, beantworten und auswerten.
Beispiel: „Das Bewertungsmanagement bestand aus einer Bitte nach Projektabschluss und einer Antwort binnen zwei Tagen.“

Die Zahl und die Aktualität der Bewertungen zählen zu den Größen, die in der örtlichen Suche sichtbar wirken.

Betroffen sind nicht nur Kartendienste: Branchenportale, Vergleichsseiten und Arbeitgeberbewertungen erscheinen bei der Suche nach dem Firmennamen gleich mit.

Was im Bewertungsmanagement wirkt

Die Bitte zum richtigen Zeitpunkt. Direkt nach einem abgeschlossenen Auftrag, persönlich formuliert und mit einem Weg, der in zwei Klicks endet. Alles andere, von Aufstellern bis zu Erinnerungsmails nach Wochen, bringt einen Bruchteil davon.

Zweitens die Antwort, und zwar auf alle Bewertungen. Sie zeigt Mitlesenden, wie ein Betrieb mit Kritik umgeht, und das ist für die Entscheidung oft wichtiger als die Note selbst.

Wie man mit schlechten Bewertungen umgeht

Sachlich, zügig und ohne Rechtfertigung in der Länge. Eine gute Antwort nennt den Punkt, sagt, was geändert wurde oder wird, und bietet ein Gespräch an. Wer dagegenhält, liefert die Vorlage für das, was andere lesen.

Löschen lässt sich wenig. Gegen offensichtlich falsche oder beleidigende Bewertungen stehen die Meldewege der Portale offen; der Nachweis ist mühsam, und Geduld gehört dazu.

Was beim Bewertungsmanagement rechtlich gilt

Bewertungen dürfen nicht gekauft und nicht gefiltert werden. Seit 2022 verlangt das Gesetz Angaben dazu, ob und wie geprüft wird, dass Bewertungen von echten Kunden stammen; gekaufte Bewertungen gelten als unlautere Praxis.

Unzulässig ist auch, nur zufriedene Kunden um eine Bewertung zu bitten, wenn dadurch ein verzerrtes Bild entsteht. Die sichere Seite ist die einfache: alle fragen, alle antworten, nichts aussortieren.

Siehe auch:

Local SEO

Die Arbeit daran, bei Suchen mit örtlichem Bezug gefunden zu werden.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Local Pack (Map Pack)

Der Kartenausschnitt mit meist drei Betrieben, der bei Suchen mit Ortsbezug erscheint.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Listing (Verzeichniseintrag)

Der Eintrag eines Unternehmens in einem Verzeichnis, einem Portal oder einem Kartendienst.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

NAP-Konsistenz

Name, Anschrift und Rufnummer stehen überall im Netz in derselben Schreibweise.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

YMYL (Your Money or Your Life)

Googles Bezeichnung für Themen, bei denen schlechte Informationen Gesundheit, Geld oder Sicherheit beschädigen können.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

E-E-A-T

Das Begriffspaar aus Erfahrung, Fachkenntnis, Autorität und Vertrauenswürdigkeit in Googles Bewertungsrichtlinien.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)