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Benutzererfahrung (UX)

oder auch UX, User Experience

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 24.09.2026

Benutzererfahrung ist das gesamte Erleben eines Menschen im Umgang mit einem Produkt, einer Website oder einem Dienst. Dazu gehört die Bedienung der Oberfläche, ebenso die Erwartung davor, die Wartezeit dabei und der Eindruck, der danach bleibt. Der Begriff greift damit weiter als die Gestaltung: Auch ein unklarer Preis oder eine Rückfrage, die drei Tage unbeantwortet liegt, prägt die Benutzererfahrung. Im Alltag steht dafür fast durchgehend die Abkürzung UX.

Benutzererfahrung (UX)

Das gesamte Erleben eines Menschen im Umgang mit einem Produkt oder Dienst, vom ersten Kontakt bis nach der Nutzung.
Beispiel: „Die Seite sieht gut aus, die Benutzererfahrung leidet trotzdem, weil die Suche zu den wichtigsten Begriffen keine Treffer liefert.“

Auch: UX, User Experience. Geprägt hat den Begriff Don Norman in den 1990er Jahren bei Apple, ausdrücklich weiter gefasst als Usability und als Gestaltung der Oberfläche.

Abgrenzung zur Benutzeroberfläche: Die Oberfläche ist das, was du siehst und bedienst. Die Benutzererfahrung hängt genauso an Inhalt, Ladezeit und Erwartung.

Was zur Benutzererfahrung gehört

Vier Fragen entscheiden über die Benutzererfahrung einer Website, und nur eine davon ist eine Gestaltungsfrage. Findet der Besucher, was er sucht? Versteht er, was er dort liest? Kann er den nächsten Schritt ohne Nachdenken ausführen? Und bringt ihn das Ergebnis weiter?

Die Reihenfolge ist dabei nicht beliebig. Ein Formular mit ruhigen Abständen hilft niemandem, wenn es die falschen Felder abfragt. In unseren Projekten ist der häufigste UX-Fehler deshalb selten ein gestalterischer: Inhalte fehlen oder stehen an einer Stelle, an der niemand sie sucht.

Die Grenze zu den Nachbardisziplinen

UX, UI, Screen Design, Grafikdesign und Service Design werden im Alltag oft gleichbedeutend benutzt. Sie unterscheiden sich darin, wie weit ihr Gegenstand reicht.

Begriff

Gegenstand

Reichweite

Benutzererfahrung (UX)

das Erleben

ganzes Produkt, auch davor und danach

Benutzeroberfläche (UI)

die bedienbare Schicht

Bildschirm

Screen Design

die Gestaltung einzelner Ansichten

Bildschirm

Grafikdesign

visuelle Kommunikation

Bildschirm und Druck

Service Design

der Dienst als Ganzes

alle Kontaktpunkte, auch ohne Bildschirm

Daraus folgt: Wer die Benutzererfahrung ändern will, kommt mit einem neuen Layout selten weit. Die Ursache liegt meist eine Ebene tiefer, bei Inhalt, Ablauf oder Technik.

Woran sich Benutzererfahrung festmachen lässt

Messbar wird UX über das Verhalten in einer konkreten Aufgabe: Wie viele Testpersonen lösen sie, wie lange brauchen sie dafür, an welchen Stellen laufen sie falsch? Dazu kommt eine Selbsteinschätzung, für die sich der System Usability Scale mit seinen zehn Fragen durchgesetzt hat.

Wir empfehlen, diese Werte vor einer Umgestaltung zu erheben. Ohne Ausgangswert bleibt hinterher nur die Frage, ob die neue Seite besser gefällt, und die beantwortet jeder Beteiligte anders.

Siehe auch:

Benutzeroberfläche (UI)

Die sichtbare und bedienbare Schicht eines Programms oder einer Website, über die ein Mensch Eingaben macht und Rückmeldung erhält.

#Benutzererfahrung (UX)

Service Design

Die Gestaltung eines gesamten Dienstes über alle Kontaktpunkte hinweg, auf dem Bildschirm und außerhalb davon.

#Benutzererfahrung (UX)

Usability-Test

Prüfverfahren, bei dem echte Nutzer echte Aufgaben an einer Oberfläche erledigen, während jemand beobachtet und mitschreibt.

#Benutzererfahrung (UX)

Webdesign

Die Gestaltung, Erstellung und Pflege von Websites; je nach Zusammenhang auch die Branche, das Fachgebiet oder das Ergebnis.

#Webdesign-Grundlagen