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Usability

oder auch Benutzerfreundlichkeit, Gebrauchstauglichkeit

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 17.10.2026

Usability ist das Maß, in dem sich ein Angebot von bestimmten Nutzern für ein bestimmtes Ziel wirksam, effizient und zufriedenstellend nutzen lässt. Sie ist damit ein Ergebnis der Nutzung und hängt an Nutzer, Ziel und Umgebung.

Usability

Das Maß, in dem sich ein Angebot für ein bestimmtes Ziel wirksam und zufriedenstellend nutzen lässt.
Beispiel: „Die Usability eines Formulars zeigt sich daran, wie viele Menschen es ohne Hilfe abschließen.“

Auch: Gebrauchstauglichkeit, Benutzerfreundlichkeit. Der deutsche Normbegriff ist Gebrauchstauglichkeit; Benutzerfreundlichkeit ist umgangssprachlich und klingt nach Entgegenkommen statt nach Messgröße.

Abgrenzung zur Benutzererfahrung: Die umfasst das ganze Erleben, auch vor und nach der Nutzung, samt Erwartung und Erinnerung. Usability betrifft den Vorgang selbst und ist messbar.

Abgrenzung zur Barrierefreiheit: Ein Angebot kann konform und trotzdem umständlich sein, und es kann angenehm und für Hilfsmittel unbrauchbar sein. Beides hängt zusammen, fällt aber nicht zusammen.

Wie die Norm sie fasst

Maßgeblich ist ISO 9241-11:2018, in Deutschland als DIN EN ISO 9241-11:2018-11 unter dem Titel „Gebrauchstauglichkeit: Begriffe und Konzepte“. Sie liefert einen Rahmen für das Verständnis des Begriffs und hält fest, dass Gebrauchstauglichkeit ein Ergebnis der Nutzung ist.

Die Ausgabe von 2018 hat zwei der drei Größen neu gefasst: Effizienz wird über die erreichten Ergebnisse bestimmt, und Zufriedenstellung deckt ein breiteres Feld ab als zuvor. Der Nutzungskontext gehört in beiden Fassungen dazu, denn ohne Nutzer, Ziel und Umgebung lässt sich nichts messen.

Wie sie gemessen wird

Über Aufgaben. Eine Gruppe aus der Zielgruppe bekommt eine echte Aufgabe, und gezählt wird, wer sie schafft, wie lange es dauert und wie viele Fehlversuche dabei anfallen. Danach wird gefragt, wie es sich angefühlt hat.

Deshalb ist die Frage „ist das benutzerfreundlich?“ nicht zu beantworten. Ohne Angabe, wer was erreichen soll, fehlt der Maßstab.

Was sie mit Barrierefreiheit verbindet

Die Messung selbst. Wer eine Aufgabe mit Menschen prüft, die mit Hilfsmitteln arbeiten, misst beides zugleich: ob das Angebot bedienbar ist und ob das Ziel erreicht wird.

Aus unserer Arbeit an über 2.500 Website-Projekten fallen dabei regelmäßig Hürden auf, die kein Kriterium benennt: ein Vorgang über fünf Schritte, der auch in zweien ginge, oder eine Beschriftung, die im Haus klar ist und sonst nirgends.

Siehe auch:

Benutzererfahrung (UX)

Das gesamte Erleben eines Menschen im Umgang mit einem Produkt oder Dienst, vom ersten Kontakt bis nach der Nutzung.

#Benutzererfahrung (UX)

Usability-Test

Prüfverfahren, bei dem echte Nutzer echte Aufgaben an einer Oberfläche erledigen, während jemand beobachtet und mitschreibt.

#Benutzererfahrung (UX)

ISO 9241-110

Norm mit den sieben Interaktionsprinzipien für die Gestaltung interaktiver Systeme.

#Benutzererfahrung (UX) #Barrierefreiheit (Accessibility)

Nielsens 10 Usability-Heuristiken

Zehn allgemeine Regeln für die Gestaltung von Benutzeroberflächen, die Jakob Nielsen 1994 in ihrer heutigen Form veröffentlicht hat.

#Benutzererfahrung (UX)

Task Success Rate

Anteil der Testpersonen, die eine vorgegebene Aufgabe zu Ende bringen, gemessen an allen, die es versucht haben.

#Benutzererfahrung (UX)

Aufgabenangemessenheit

Der Grundsatz, dass eine Oberfläche die Aufgabe des Nutzers unterstützt und keine eigene Logik durchsetzt.

#Benutzererfahrung (UX) #Barrierefreiheit (Accessibility)