Grafikdesign ist die Gestaltung visueller Kommunikation mit Schrift, Bild, Farbe und Fläche. Es reicht vom Buchsatz über Plakat und Verpackung bis zur Website und ist damit die älteste der Disziplinen, die an einem Webprojekt beteiligt sind. Der Bildschirm ist für das Grafikdesign ein Medium unter mehreren, und viele seiner Regeln sind älter als das Web.
- Grafikdesign
Die Gestaltung visueller Kommunikation mit Schrift, Bild, Farbe und Fläche, für Druck und Bildschirm.
Beispiel: „Das Logo und die Schriftregeln kommen aus dem Grafikdesign, die Bedienung der Seite entsteht im Screen Design.“Auch: Graphic Design. Kommunikationsdesign ist der weitere Begriff und schließt auch Text und Fotografie ein.
Abgrenzung zum Screen Design: Grafikdesign gestaltet ein Ergebnis, dessen Format und Inhalt feststehen. Screen Design gestaltet eine Ansicht, die auf Eingaben reagiert, ihre Breite wechselt und mit unbekannten Textlängen umgehen muss.
Womit Grafikdesign arbeitet
Das Handwerk besteht aus wenigen Mitteln, die sich beliebig kombinieren lassen: Typografie, Farbe, Bild und der Raum dazwischen. Daraus entstehen Erscheinungsbilder von Unternehmen, Bücher, Verpackungen, Beschilderungen und Anzeigen. Die Regeln dahinter, etwa zu Zeilenlänge, Schriftmischung und Kontrast, sind über Jahrzehnte am gedruckten Material entwickelt worden und gelten am Bildschirm weiter.
Was Grafikdesign im Webprojekt beiträgt
Am sichtbarsten ist das Erscheinungsbild: Logo, Farbpalette, Schriften, Bildsprache. Diese Entscheidungen fallen meist vor dem Screen Design und gelten anschließend auch für Visitenkarte und Angebotsmappe.
Weniger sichtbar, im Alltag aber wichtiger, ist die typografische Grundlage. Eine Skala für Schriftgrößen, ein Zeilenabstand, der bei langen Texten trägt, ein Kontrast, der auch auf einem billigen Bildschirm reicht: Daran entscheidet sich die Lesbarkeit jeder späteren Seite.
Wo Grafikdesign an Grenzen stößt
Die Grenze liegt beim Verhalten über Zeit und Größe. Eine Website hat kein festes Format, ihre Inhalte wachsen, und jedes Bedienelement braucht Zustände, die es im Druck nicht gibt. Wenn ein Entwurf aus dem Grafikdesign unverändert gebaut werden soll, bricht er an genau diesen Stellen: Die Überschrift ist im CMS dreimal so lang, das Bild kommt im falschen Seitenverhältnis, und für den deaktivierten Button existiert keine Vorlage. Wir planen Erscheinungsbild und Bildschirmgestaltung deshalb als zwei Schritte, die aufeinander aufbauen.