Autocomplete sind die Vorschläge, die eine Suchmaschine während der Eingabe anzeigt. Sie vervollständigen die begonnene Suchanfrage zu vollständigen Formulierungen und beruhen darauf, was andere Menschen zuvor gesucht haben.
- Autocomplete
Die Vorschläge, die eine Suchmaschine während der Eingabe anzeigt.
Beispiel: „Autocomplete ergänzte „relaunch“ zu „relaunch website kosten“, und genau das wurde die Überschrift.“Auch: Autovervollständigung, Google Suggest. Der letzte Name ist der alte und hält sich im Fachgespräch.
Die Vorschläge sind nach Standort, Sprache und bisherigem Verhalten verschieden. Zwei Menschen sehen an einem Tag nicht dasselbe.
Woher die Vorschläge bei Autocomplete kommen
Aus echten Suchen. Google nennt dafür die Häufigkeit und die Aktualität von Anfragen, dazu den Ort und die Sprache. Dadurch sind die Vorschläge näher am Sprachgebrauch als jede selbst erdachte Liste: Sie zeigen die Wörter, die Menschen eintippen, samt Tippfehlern und Umgangsformen.
Gefiltert wird dabei. Google entfernt nach eigenen Angaben Vorschläge, die gegen Richtlinien verstoßen, etwa gefährliche, gewaltverherrlichende oder persönlich herabsetzende Formulierungen. Was fehlt, fehlt also nicht immer aus Mangel an Nachfrage.
Warum Autocomplete kein Suchvolumen ist
Weil die Reihenfolge der Vorschläge keine Zahlen trägt. Ein Vorschlag an erster Stelle kann hundertmal häufiger gesucht werden als der an dritter oder nur unwesentlich. Wer daraus eine Rangfolge ableitet, baut auf eine Angabe, die es nicht gibt.
Brauchbar ist Autocomplete deshalb für das Was und nicht für das Wie viel. Die Zahlen kommen aus einem Werkzeug zur Keyword-Recherche, die Formulierungen aus den Vorschlägen.
Wofür Autocomplete in der Recherche taugt
Für drei Handgriffe. Erstens die Buchstaben-Methode: Nach dem Hauptbegriff ein Leerzeichen und dann jeden Buchstaben des Alphabets eintippen, was Dutzende echte Formulierungen ergibt. Zweitens Fragewörter voranstellen, also wie, was, warum, wann. Drittens Vergleichswörter anhängen, etwa „oder“, „vs“, „statt“.
Das Ergebnis ist eine Liste mit Wörtern aus dem Mund der Zielgruppe. Sie ersetzt keine Prüfung der Suchabsicht, liefert aber die Formulierungen, mit denen diese Prüfung anfängt.